09.11.2020, 13:05 Uhr

Nicht im öffentlichen Raum Jährliche Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht und der Zerstörung der Synagoge

 Von SA zerstört, demoliert und geplündert: das Kaufhaus Manes in der Goliathstraße; 1904 hatten die Gebrüder Adolf und Theodor Manes das Kaufhaus eröffnet. Foto: Stadt Regensburg Von SA zerstört, demoliert und geplündert: das Kaufhaus Manes in der Goliathstraße; 1904 hatten die Gebrüder Adolf und Theodor Manes das Kaufhaus eröffnet. Foto: Stadt Regensburg

Jedes Jahr im November gedenkt die Stadt Regensburg der Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es überall in Deutschland zu Übergriffen an der jüdischen Bevölkerung. Synagogen in ganz Deutschland wurden ausgeraubt und niedergebrannt, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, bis dahin Nachbarn und Freunde, wurden zu Opfern des nationalsozialistischen Terrors.

Regensburg. Diese grauenhafte Nacht sollte der Auftakt zu einem unbegreiflichen Verbrechen sein, das Millionen Menschen das Leben kostete. Am Montag, 9. November, erinnert die Stadt um 17 Uhr in der Neuen Synagoge der Jüdischen Gemeinde (Am Brixener Hof 2) der Reichspogromnacht und der Zerstörung der Synagoge im Jahre 1938.

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen kann die Veranstaltung nicht wie geplant im öffentlichen Raum stattfinden. Stattdessen werden die Inhalte über Live-Stream den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht. Nach Grußworten der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der Vorstandsvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Ilse Danziger wird eine Bilderfolge mit Originalaufnahmen von 1938 an die Wand projiziert. Dazu wird die Journalistin und Autorin Waltraud Bierwirth einen Vortrag halten. Anschließend gibt es eine Rezitation aus den Psalmen in Hebräisch mit deutscher Übersetzung durch den Gemeinderabbiner Josef Chaim Bloch und das Gebet „Kel male rachamim“ für die sechs Millionen ermordeten Juden. Den Zugang zum Live-Stream findet man im Internet unter www.regensburg.de oder www.jg-regensburg.de.


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