20.10.2020, 10:33 Uhr

Live-Talk Frauen-Union geht live – Gesundheitsministerin steht Rede und Antwort

Bettina Willamowski, Birgit Skanta-Weitzel, Sylvia Stierstorfer und Nicole Stompor. Foto: Theresa FlotzingerBettina Willamowski, Birgit Skanta-Weitzel, Sylvia Stierstorfer und Nicole Stompor. Foto: Theresa Flotzinger

Bedingt durch die Corona-Pandemie ging die Frauen-Union Regensburg-Land nun schon zum zweiten Mal neue Wege: Nach einer ersten virtuellen Gesprächsrunde mit der Vorsitzenden der Frauen-Union Bayern Ulrike Scharf stand nun die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml live per Video Rede und Antwort.

Landkreis Regensburg. Als weitere Expertin auf dem Gebiet der Pflege war Agnes Kolbeck zugeschaltet, die Pflegedienstleiterin an der Klinik Donaustauf und Vizepräsidentin der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist.

An dem Live-Talk konnten nicht nur Mitglieder der Frauen-Union, sondern auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. „Wir haben auch über die sozialen Netzwerke dazu eingeladen, Fragen im Vorfeld oder während der Video-Schalte an die Ministerin zu stellen. Das ist gerade in der jetzigen Situation, in der die Menschen viele Fragen haben, enorm wichtig“, erklärte die Kreisvorsitzende der Frauen-Union und Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer. Und wie beim ersten Mal, kam das Format wieder gut an: In dem rund eineinhalbstündigen Austausch ging es natürlich in erster Linie um die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie. Konkrete Fragen wie beispielsweise „Was versprechen Corona-Schnelltests?“, „Wie behalten die Menschen den Überblick über die jeweils geltenden Regeln in den einzelnen Regionen?“, „Wie kommen wir gut durch den Winter, ohne dass es einen erneuten Lockdown geben wird?“ oder „Wie sieht die aktuelle Impfstoffentwicklung aus?“ brannten den Teilnehmerinnen unter den Nägeln und wurden von der Staatsministerin ausführlich beantwortet. Auch die Frage, wie Allerheiligen und Weihnachten unter Corona-Bedingungen gefeiert werden können, war von großem Interesse. Zwischenzeitlich steht fest: In Bayern gibt es künftig keine Obergrenze mehr für Gottesdienste unter freiem Himmel.

Einen großen Raum nahm in der regen virtuellen Diskussion auch das Thema Pflege ein. Speziell wurde die Verbesserung der Pflege für Demenz-Kranke, die Förderung von virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Senioren in Pflegeheimen und ihren Angehörigen sowie der Fachkräftemangel in der Pflege angesprochen. Einig waren sich alle Teilnehmerinnen, dass die Belastung der Pflegekräfte enorm ist und es sowohl im Bereich der Wertschätzung, als auch bei der Bezahlung und den Rahmenbedingungen erhebliche Verbesserungen geben muss. Agnes Kolbeck versicherte, dass die Vereinigung der Pflegenden in Bayern sich für dafür stark mache, dass der Pflegeberuf wertgeschätzt würde, aber auch attraktiver für junge Auszubildende werde.

Sylvia Stierstorfer betonte, dass sich die Frauen-Union Regensburg-Land schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Pflege befasst habe: Neben einer Veranstaltungsreihe in allen Landkreisteilen, gab es bereits einen großen Pflegekongress mit Staatsministerin Melanie Huml in Neutraubling. Daraus wurde beispielsweise umgesetzt, dass es landkreisweit eine einheitliche Rufnummer für alle Belange zum Thema Pflege gibt. Außerdem hat die die Frauen-Union mit einem Antrag im Kreistag erreicht, dass die sogenannte Notfalldosen flächendeckend im Landkreis verteilt wurde. Jüngste Initiative der Frauen-Union ist der Einsatz für einen Pflegestützpunkt, der die Beratung zum Thema Pflege noch stärker intensivieren und in die Fläche tragen soll. „Dies ist uns ein Herzensanliegen. Dafür sind wir mit voller Kraft im Einsatz. Es würde das Beratungsangebot und den Service rund um das Thema Pflege im Landkreis enorm bereichern“, so Stierstorfer. Die nächste virtuelle Gesprächsrunde soll mit der Bayerischen Sozialministerin Carolina Trautner stattfinden.


0 Kommentare