08.09.2020, 10:52 Uhr

13. September Digitaler „Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis Cham

Das Freilichtmuseum Burgruine in Runding. Foto: Gemeinde RundingDas Freilichtmuseum Burgruine in Runding. Foto: Gemeinde Runding

Digitale Angebote prägen den „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September. Der Landkreis Cham folgt damit einer Empfehlung, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Infektionsschutzgründen ausgesprochen hat.

Landkreis Cham. Unter dem Motto „Denkmale digital entdecken“ gibt es in diesem Jahr die Denkmalerlebnisse bequem direkt nach Hause. Dafür haben die Veranstalter unter anderem eigene Internetseiten, virtuelle Rundgänge oder Audio-Guides erstellt.

Das Landratsamt Cham hat eine Liste der Denkmäler im Landkreis Cham mit digitalen Angeboten zusammengestellt.

Roding – Rodinger Kalksandsteinwerk

Errichtet 1909 kurz nach der Industrialisierung der Kalksandsteinproduktion, Umbauten 1922/1958. Unter anderem sind Gebäude, Maschinen und Pläne aus jeder Zeit vorhanden, beispielhaft für die gesamte Produktionsentwicklung der Kalksandsteinindustrie Deutschlands. Der Kalksandstein wurde regional auch weißer Ziegel genannt und wird aus Sand, Kalk und Wasser gemischt, gepresst und unter Dampfdruck gehärtet. Das Kalksandsteinwerk ist seit 2001 stillgelegt. Eigens für den digitalen Tag des offenen Denkmals wurde eine Homepage erstellt im Internet unter www.kalksandsteinwerk-roding.de. Beispielsweise findet sich ein virtueller Rundgang durch das Kalksandsteinwerk im Internet unter www.kalksandsteinwerk-roding.de.

Neukirchen beim Heiligen Blut – Wallfahrtsmuseum

Im ehemaligen Neukirchner Pflegschloss befindet sich das modern gestaltete Wallfahrtsmuseum. Es wurde aus den reichen Schätzen des Archivs der Wallfahrtskirche bestückt. Das Wallfahrtsmuseum lädt auf seiner Internetseite www.neukirchen.bayern zu einem virtuellen Rundgang durch das Wallfahrtsmuseum ein. So kann das Museum bequem von zu Hause aus „besucht“ werden. Dieses Angebot wurde speziell für den digitalen „Tag des offenen Denkmals“ erstellt.

Runding – Freilichtmuseum Burgruine

Die Burganlage im Bayerischen Wald wurde erstmals 1118 erwähnt, seit 1999 ist die Hauptburg mit Bauresten des 13. bis 18. Jahrhunderts vollständig ausgegraben. Palas, Wohnturm, Ring- und Zwingermauer, Stallungen, Backhaus, Mauerreste der Vorburg, Außenanlagen und Keller sind erhalten. Seit 2012 ist die Burganlage ein archäologisches Freilichtmuseum. Zum Freilichtmuseum „Burgruine Runding“ gibt es eine sehr ausführliche Webpage mit Fotos, Videos, historischen Ansichten und zahllosen Informationen zur Burggeschichte im Internet unter www.burg-runding.de. Daneben ist derzeit ein neuer Audio-Guide in Vorbereitung (ein „Mini-Audio-Guide“ ist bereits aktiv), der pünktlich zum „Tag des Digitalen Denkmals“ am Sonntag, 13. September, online gehen soll, auf den Seiten der Gemeinde, zur Nutzung mit dem eigenen Handy (somit „corona-konform“). Geplant ist ein „langer“ Guide (über 30 Minuten) mit vorgegebener Strecke, sowie auch die Möglichkeit, bestimmte Stationen einzeln in beliebiger Reihenfolge zu hören. Um derzeit noch mehrere Netzversorger betreffende Funklöcher zu verhindern, soll man den Guide auch bereits vorab (an der Hotel-Rezeption, in der Tourist-Info und so weiter) via QR-Code auf sein Handy laden können, um auf der Burg dann „aus dem Gerätespeicher“ zu hören. Für einen späteren Zeitpunkt ist auch eine zusätzliche, „kinderfreundliche“ Version des Audio-Guides geplant.

Cham – Museum „SPUR Cham“ im ehemaligen Armenhaus

Im ehemaligen Armenhaus der Stadt Cham ist seit 1991 das Museum „SPUR Cham“ eingerichtet. Der südwestlich vor dem Biertor am Regenfluss gelegene zweigeschossige, giebelständige Flachsatteldachbau mit Vorschussgiebel zählt zu den ältesten, noch erhaltenen Profangebäuden Chams. Der spätgotische Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert, Veränderungen fanden im 18. Jahrhundert statt, eine Sanierung von 1987 bis 1989. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.cham.de.

Falkenstein – Schlosskapelle Burg Falkenstein

Die Schlosskapelle wurde ursprünglich wohl mit der Burg Falkenstein oder kurz darauf erbaut (circa 1076). Vermutlich durch Auswirkungen eines Krieges und weil keine Herrschaft mehr auf der Burg wohnte, wurde die Schlosskapelle baufällig und erst zwischen 1660 und 1665 wieder neu gebaut, aber bereits gut 100 Jahre später zeigten sich größere Bauschäden. Um 1835 wurde sie wieder einigermaßen instand gesetzt. 1951 wurde die Kirche für protestantische Gottesdienste eingerichtet. Heute wird sie nur noch bei Trauungen genutzt. Zusätzliche Informationen finden sich auf der Homepage des Marktes Falkenstein im Internet unter burg-falkenstein.info.

Traitsching – Wasserschloss Loifling mit Schlosskapelle St. Johann Baptist

Die einstige Burg Loifling war Mittelpunkt einer jener 22 Hofmarken und Landsassengüter, die um 1488 in der Umgebung Chams bestanden und zum Teil noch heute an die frühe mittelalterliche Bedeutung der Gegend um die einstige Reichsburg erinnern. Renovierung von 1988 bis 1998, archäologische Grabungen zur Darstellung der baugeschichtlichen Entwicklung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter wasserschloss-loifling.de.

Roding – Obertrübenbach – Alte Wehrkirche

Sie wurde als Wehrkirche um die Mitte oder die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Nähere Informationen und ein Foto finden sich unter www.roding.de.

Schorndorf – ehemaliges Schloss Hötzing

Der zweigeschossige Walmdachbau mit profiliertem Rundbogenportal wurde 1762 auf älterer Anlage errichtet. Nördlich angebaut wurden eine katholische Schlosskapelle zur Schmerzhaften Muttergottes mit Glockenturm; eine verschindelte Zwiebelhaube und Gliederungen wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angebaut. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude ist jetzt ein Wohnhaus, ein zweigeschossiger Mansardwalmdachbau wurde im 18. Jahrhundert im Innern umgebaut. Ein Kuhstall, ein eingeschossiger und traufständiger Satteldachbau mit Segmentbogenöffnungen, stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; ein Pferdestall, ein eingeschossiger Satteldachbau, stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Sockelstein aus dem Jahr 1620. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.gut-hoetzing.de.

Zell – Steinhof

Der denkmalgeschützte Steinhof in der Gemeinde Zell gilt als eines der schönsten und bedeutendsten Bauwerke bäuerlichen Kulturgutes in der Oberpfalz. Nähere Informationen finden sich unter www.steinhof-kerscher.de.


0 Kommentare