23.07.2020, 14:43 Uhr

Mobilität Emissionsfrei in der Welterbestadt unterwegs

 Foto: Hanno Meier Foto: Hanno Meier

Regensburgs Stadtwerke erhalten einen Zuschuss vom Bund, um den ÖPNV weiter in Richtung Nullemissionen zu entwickeln. Der ACE Auto Club Europa sieht die Stadt dabei in einer Vorreiterrolle.

Regensburg. Die seit 2017 unter dem Namen „Emil“ in Regensburg fahrenden E-Busse bekommen Zuwachs. Denn die Regensburger Stadtwerke können sich über einen Bundeszuschuss in Höhe von 8,1 Millionen Euro freuen. Die Fördersumme soll für die Anschaffung weiterer E-Busse, die auch außerhalb der Altstadt unterwegs sein werden, bereit gestellt werden. Außerdem ist damit die Aufrüstung der Ladeinfrastruktur für die emissionsfreien Busse verbunden. Die Stadt nimmt dabei eine bayernweite Vorreiterrolle ein.

Gemäß der Ausschreibung, die derzeit EU-weit im Gange ist, sollen bis Mitte 2021 sechs E-Busse auf Regensburgs Straßen unterwegs sein. Bis Ende 2022 steht ein weiterer Zukauf von zehn elektrisch fahrenden Gelenk-Bussen an. Im jährlichen Turnus sollen dann weitere E-Busse hinzukommen, sodass die bestehende Flotte aus Verbrennern schrittweise gegen Nullemissions-Fahrzeuge ausgetauscht wird. In Ergänzung dazu soll der Betriebshof der Stadtwerke in der Markomannenstraße mit der entsprechenden Ladesäulentechnik ausgestattet werden.

„Dass die Stadt Regensburg konsequent in Richtung nachhaltiger emissionsfreier Mobilität vorangeht, begrüßen wir vom ACE ausdrücklich“, so Falk Hoffmann, Regionalbeauftragter Club Bayern des Auto Club Europa, Deutschlands zweitgrößtem Autoclub. „In Regensburg überschritten die Luftschadstoffe in der Vergangenheit mehrfach die zulässigen Höchstwerte. Das liegt einerseits an Regensburgs Kessellage. Das liegt aber andererseits vor allem am hohen Fahrzeugaufkommen. 79.000 Einpendlerinnen und Einpendler täglich sprechen eine deutliche Sprache. Da ist ein Wechsel im Öffentlichen Nahverkehr auf E-Mobilität ein gutes Signal.“

Hoffmann stellt außerdem fest: „Die Pariser Klimaziele können nur erreicht werden, wenn Kommunen auf nachhaltige Mobilität umschwenken und dabei vom Bund und der EU die notwendigen finanziellen Mittel erhalten. Regensburg geht hier den Richtigen weg.“


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