22.07.2020, 12:08 Uhr

Landrätin informiert Baubeginn für ersten Abschnitt der Südspange R30 rückt näher

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Landrätin Tanja Schweiger informierte in der Sitzung des Kreisausschusses vom Montag, 20. Juli, darüber, dass im nächsten Jahr mit dem ersten Bauabschnitt der Südspange R30 begonnen werden könnte. Von den ursprünglich zwölf Klagen sei derzeit nur noch eine beim Verwaltungsgericht Regensburg anhängig.

Landkreis Regensburg. Soweit auch diese außergerichtlich erledigt werden könne, habe der Landkreis Regensburg knapp acht Jahre nach dem Planfeststellungsbeschluss der Regierung der Oberpfalz vom 12. Dezember 2012 uneingeschränktes Baurecht für dieses Straßenbauprojekt. „Unser beharrliches und konsequentes Festhalten an diesem für die Verkehrsentwicklung des Landkreises wichtigen Straßenbauprojekts trägt Früchte. Auch macht sich unsere vorausschauende Politik beim Grunderwerb bezahlt, indem wir in den vergangenen Jahren ausreichende Tauschgrundstücke erworben haben. So können wir – sobald Baurecht existiert – den Baubeginn planen“, so Landrätin Tanja Schweiger.

Denn: Nachdem der achte Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs am 4. Juni 2019 der vom Freistaat Bayern und vom Landkreis Regensburg vertretenen Rechtsauffassung zugestimmt und die Einstufung der Südspange R30 als Kreisstraße bestätigt hatte, konnten seitdem neben dem weiteren – und mittlerweile fast abgeschlossenen – Grunderwerb auch bereits eine Reihe vorbereitender Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.

So hat eine Luftbildauswertung einer auf Kampfmittelräumung spezialisierten Firma ergeben, dass es keine Hinweise auf Kampfmittel gibt. Des Weiteren wurde ein Baugrundgutachten erstellt. Dieses ergab, dass eine Stabilisierung des Baugrundes erforderlich wird. Wegen des hohen Grundwasserstandes muss die vorgesehene Radwegunterführung als Trogbauwerk errichtet werden, also mit seitlichen Stützwänden und einer geschlossenen Sohle. Schließlich wurde eine Voruntersuchung des Baufelds auf archäologische Vorkommen durchgeführt. Mit dem Zwischenergebnis, dass bereits einige Funde festzustellen waren und daher nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege für weitere archäologische Hauptuntersuchungen zusätzliche Kosten von etwa 150.000 Euro für den ersten Bauabschnitt einzuplanen sind.

Der erste Bauabschnitt ist etwa 1,1 Kilometer lang. Er beginnt an der Bundesstraße B15 alt nördlich Köfering und endet höhengleich an der alten Kreisstraße R30 zwischen Köfering und Gebelkofen.


0 Kommentare