25.06.2020, 10:31 Uhr

Traurige Bilanz Corona vernichtet viele, viele Millionen Euro an Wertschöpfung im Tourismus


Diese Bilanz ist erschreckend: „In den letzten Wochen haben wir stündlich einen Betrag von 550.000 Euro an touristischer Wertschöpfung verloren. Bis Ende Mai summierte sich dies auf 924 Millionen Euro. Dies ist ein unglaublicher Schaden“, so Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern.

Ostbayern. Die Tourismusbranche war eine, die durch den Shutdown komplett auf Null gesetzt wurde – nicht nur in Bayern, sondern auf der ganzen Welt. Urlaub war nicht mehr möglich, Restaurants konnten nicht öffnen, Hotels blieben geschlossen. Und auch jetzt gibt es noch zahlreiche Vorschriften: „Noch gibt es Einschränkungen und Auflagen bei Wellnessanlagen und Saunen, Thermen und Hallenbädern“, sagt Eberl-Walter.

Hoffnung gibt hier ein Beschluss des Verwaltungsgerichtes Regensburg. Das hatte bestimmt, dass ein Hotel im Bayerischen Wald das Innenschwimmbecken, die Sauna im Innenbereich sowie die Sauna im Außenbereich öffnen darf. „Erforderlich ist dafür jedoch, dass die für den Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen von Sportstätten und Fitnessstudios beziehungsweise die für Freibäder und Außenanlagen von Badeanstalten geltenden infektionsschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden.“ Auch die Gastronomie hat weiterhin strenge Auflagen in ihren Betrieben zu erfüllen. „Die Betriebe haben sich hervorragend auf die Anforderungen eingestellt und sehr schnell reagiert. Das ist eine großartige Leistung unserer Gastgeber, Wirte, Thermen und Erlebnisanbieter. Wichtig war und ist, dass der Re-Start besonnen verläuft. Wir müssen uns dringend an die Hygiene und Abstandsregelungen halten und dafür Sorge tragen. Denn – einen Rückschlag darf es nicht geben!“ Das wäre dann katastrophal: „Würde es nochmal zu einem Shutdown kommen, über mehrere Wochen in der Hauptsaison, dann wäre das die größte Krise, die uns ereilen kann.“ Nachdem nun einige Lockerungen greifen, läuft auch die Tourismusbranche wieder an: „In der Onlinebuchung zieht die Nachfrage wieder deutlich an und erreicht schon wieder die Werte von vor der Krise. Die Menschen planen jetzt vor allem für die Sommerferien. Urlaub auf dem Bauernhof, Ferienwohnungen erleben einen großen Zuspruch“, so Eberl-Walter. Das Stichwort, das dieses Jahr viele nutzen, ist „Urlaub dahoam“. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzt auf heimatnahe Reisen.

„Die Nachfrage nach ,Urlaub dahoam‘ ist groß. Unser Gästeservice bearbeitet derzeit sehr viele Gästeanfragen nach Prospekten. Dazu sind auch die Zugriffe auf unseren Internetseiten und bei den sozialen Medien gestiegen. Alle Urlaubsregionen Ostbayerns sind sehr gefragt, quer durch Ostbayern. Von Waldsassen bis Pfarrkirchen und von Neumarkt bis Passau“, weiß Eberl-Walter. Die Auswahl der Urlaubsziele in Ostbayern ist groß – für jeden findet sich hier das Richtige: „Sehnsuchtsort, Lieblingsplatz, Biergarten und Badesee, Radfahren und Wandern. Wir haben auf unseren Internetseiten viele Tipps für unsere Gäste zusammengestellt. Viele gute Ideen, die Heimat mit neuen Augen, aus anderer Perspektive und mit großer Freude zu sehen. Die Tipps geben wir auf unseren Internetseiten, über die sozialen Medien und über Anzeigen- und Werbekampagnen.“

Infos gibt es dabei beim Verband, der darauf setzt, präsent zu sein: „Als Tourismusverband laufen jetzt unsere Re-Start-Marketingkampagnen – wir beginnen zentrisch in den Quellgebieten um Ostbayern und weiten das dann aus. Dabei konzentrieren wir uns auf Naturerlebnis- und unsere Outdoorangebote wie Wandern und Radfahren, aber auch der Gesundheitstourismus wird in Zukunft stark im Fokus stehen.“

Auch ein Urlaub in der Heimat will dabei gut geplant sein, der Tourismusverband empfiehlt Onlinebuchungen – beim Tourismusverband sind zum Beispiel über 3.500 Betriebe gelistet, rund die Hälfte ist bereits online buchbar. Auch bei den Ausflügen sollte man auf Planung setzen, der Tourismusverband bietet hier Tourenplaner zur Vorbereitung der Tour im Internet. So kann man zum Beispiel seine Tour auf dem Goldsteig-Wanderweg virtuell planen – von Marktredwitz über Waldmünchen, Bayerisch Eisenstein und Hauzenberg bis nach Passau. Oder von Marktredwitz über Neunburg vorm Wald, St. Englmar und Zenting bis nach Passau. Oder aber man wählt die Route über Tschechien von Chodová Planá bis nach Volary.


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