16.06.2020, 20:49 Uhr

Justiz Zweiter Wolbergs-Prozess geht am Mittwoch zu Ende

Beim Prozessauftakt am 1. Oktober 2019 herrschte reges Medieninteresse, das flaute in den Wochen danach etwas ab. Am Mittwoch dürfte das Interesse aber wieder groß sein.  Foto: Ursula HildebrandBeim Prozessauftakt am 1. Oktober 2019 herrschte reges Medieninteresse, das flaute in den Wochen danach etwas ab. Am Mittwoch dürfte das Interesse aber wieder groß sein. Foto: Ursula Hildebrand

Am 14. Juni 2016 meldete sich die Staatsanwaltschaft Regensburg unter dem Titel „Durchsuchungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung“ zum ersten Mal öffentlich zu den Ermittlungen gegen den damaligen Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zu Wort. Nun – vier Jahre und drei Tage später – fällt am Mittwoch, 17. Juni, das Urteil im zweiten Prozess gegen Wolbergs und einen weiteren Mitangeklagten.

Regensburg. Eine To-do-Liste eines Bauträgers für den OB, Äußerungen eines ermittelnden Polizisten, Informationsfahrten in den Stadtosten, anonyme Schreiben – mit diesen und ähnlichen Dinge musste sich die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Georg Kimmerl die vergangenen Monate befassen. Eine ganze Reihe von Stadträtinnen und Stadträten musste aussagen, Wolbergs‘ Ehefrau sagte ebenso aus wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Zunächst war Wolbergs in Aussicht gestellt worden, dass der Prozess noch vor der Kommunalwahl am 15. März enden könnte, doch dann machte die Corona-Krise auch diesem Prozess einen Strich durch die Rechnung, erst Anfang Mai wurde wieder verhandelt. Einige Anträge der Verteidiger taten ihr Übriges und sorgten für eine Verlängerung. Am Mittwoch nun steht das Urteil auf der Tagesordnung – auch hier haben die Corona-Beschränkungen ihre Auswirkungen: Nur 41 der ursprünglich 82 Plätze im Zuschauerraum können besetzt werden. Es könnte also knapp werden ...


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