11.05.2020, 12:49 Uhr

Immer wieder Ausfälle Nachbesserungen beim Digitalfunk im Landkreis Regensburg

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Alexander Schröder (stellvertretender Schulleiter der Feuerwehrschule), MdL Sylvia Stierstorfer und Staatssekretär Gerhard Eck beim Besuch der Staatlichen Feuerwehrschule Lappersdorf im vergangenen Jahr. Foto: Büro StierstorferKreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Alexander Schröder (stellvertretender Schulleiter der Feuerwehrschule), MdL Sylvia Stierstorfer und Staatssekretär Gerhard Eck beim Besuch der Staatlichen Feuerwehrschule Lappersdorf im vergangenen Jahr. Foto: Büro Stierstorfer

Der Digitalfunk bereitet den Einsatzkräften im Landkreis Regensburg Probleme. „In der Vergangenheit wurden Mängel festgestellt, die dringend nachgebessert werden müssen“, so Kreisbrand Wolfgang Scheuerer. Bei der Alarmierung könne oft keine Verbindung mit der Integrierten Leitstelle (ILS) Regensburg aufgebaut werden. Auch während der Einsätze komme es immer wieder zu Funkausfällen.

Landkreis Regensburg. „Jetzt warten die Feuerwehren auf Verbesserungen im bestehenden Digitalfunknetz. Eine Umstellung auf die digitale Alarmierung kann nicht erfolgen, solange das Netz nicht dementsprechend verbessert wurde“, erklärte er. Konkret fehle es momentan an einem Termin, bis wann die Mängel beseitigt seien. Scheuerer wandte sich hilfesuchend an die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer, die einen Gesprächstermin in München mit dem zuständigen Innenstaatssekretär Gerhard Eck vermittelte, um Klarheit für die Feuerwehren im Landkreis zu schaffen. Durch die Corona-Krise musste der Termin leider abgesagt werden. Stattdessen antwortete der Staatssekretär schriftlich und sagte Nachbesserungen zu.

Es sei zutreffend, dass der Landkreis Regensburg von noch offenen Netzänderungsmaßnahmen zur Verbesserung der Funkversorgung im Bereich der Ortschaften Wolfsegg, Bach an der Donau und Oberpfraundorf betroffen sei, so der damalige Innenstaatssekretär, der zwischenzeitlich in das Gesundheitsministerium wechselte. Er bat um Verständnis, dass die derzeit in Bayern anstehenden Netzänderungsmaßnahmen aufgrund der dafür benötigten Kapazitäten nicht alle gleichzeitig abgearbeitet werden könnten. So käme es in einzelnen Bereichen leider auch zu Härten durch längere Laufzeiten der Maßnahmen.

So können die Defizite in Wolfsegg und in Bach an der Donau nur durch aufwändige Neubaumaßnahmen behoben werden, erläutert Eck. Derzeit laufen dazu Vertragsverhandlungen für die Standorte der Neubauten. Die Terminplanungen sehen bei regulärem Verlauf eine Fertigstellung und Inbetriebnahme im Frühjahr 2023 vor. Um bis dahin eine Übergangslösung anbieten zu können, werde die zuständige Autorisierte Stelle Bayern prüfen, ob ersatzweise mit einer mobilen Basisstation Abhilfe geschaffen werden könne. Die Planungen für die noch festzulegende Netzänderungsmaßnahme im Bereich Oberpfraundorf stehen in funktechnischer Abhängigkeit zum Standort Wolfsegg und können erst nach dessen Inbetriebnahme fortgeführt werden, so der Staatssekretär. Dass es durch lange Zeitläufe zu Unmut komme, sei für ihn nachvollziehbar und bedauerlich.

Bei einem Runden Tisch mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. sei vereinbart worden, dass die digitale Alarmierung auf Basis der vorhandenen Netzqualität zu starten. Das bedeute gleichzeitig, dass die Alarmierung in Bereichen mit laufenden wichtigen Netzänderungsmaßnahmen in einer Übergangsphase noch durch die aktuell zur Verfügung stehende Technik, wie analoge Alarmierung, Sirene, kommerzielle Apps, bewältigt werden müsse. Eine eigens beim Staatsministerium des Innern angesiedelte Projektgruppe stehe dazu im ständigen Austausch mit der örtlichen Projektgruppe beziehungsweise dem zuständigen Zweckverband.

Eck versicherte, dass die beteiligten Stellen alles daran setzen würden, dass im Bereich Regensburg sowohl die Umsetzung der Netzänderungsmaßnahmen als auch die Migration zur digitalen Alarmierung im Interesse der Einsatzkräfte so schnell wie möglich zu einem guten Abschluss gebracht werde. Sylvia Stierstorfer, der es ein wichtiges Anliegen ist, dass die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) für die Bewältigung ihrer Einsätze auch einen bestmöglichen Digitalfunk BOS zur Verfügung haben, freute sich, dass die Einsatzkräfte nun Klarheit hätten. „Die Kommunikation spielt die entscheidende Rolle in der Rettungskette. Es geht letztendlich darum, für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu sorgen und sogar Leben zu retten“, so die Abgeordnete. Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer zeigte sich zufrieden mit der Aussage des Staatssekretärs und bedankte sich besonders bei Stierstorfer für ihren Einsatz.


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