17.04.2020, 19:24 Uhr

Modern und zukunftsgerichtet Neue Gigabitförderung – die Gemeinde Barbing startet ins Verfahren

 Foto: Garry Gavrilov/123rf.com Foto: Garry Gavrilov/123rf.com

„Die Bedeutung der Digitalisierung wird in den aktuellen Krisenzeiten immer deutlicher. Persönliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert, Videoschalten mit den Kollegen oder Online-Unterricht zu Hause ist derzeit für viele Menschen Alltag. Das geht nur mit einer gut ausgebauten Breitbandversorgung. Die Oberpfalz geht hier voran. Bayernweit haben jetzt drei Kommunen als erste ein neues Gigabit-Förderverfahren gestartet. Es freut mich, dass davon mit den Gemeinden Barbing und Weiding zwei aus der Oberpfalz stammen“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Barbing. „Das zeigt, dass hier modern und zukunftsgerichtet gedacht wird. Aber auch bayernweit ist der Breitbandausbau ein voller Erfolg: Im Freistaat sind schon rund 95 Prozent aller Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Im ländlichen Raum sind wir mit über 87 Prozentdeutschlandweit Spitzenreiter“, so Füracker weiter.

Glasfaser ist zwar bereits in jeder bayerischen Gemeinde angekommen – hier soll aber nicht Schluss sein. Mit der neuen Gigabitrichtlinie kann Bayern als erste Region in Europa auch die Beschleunigung von Anschlüssen in grauen NGA-Flecken fördern, also in Orten wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s verfügbar ist. Nach mehr als zwei Jahren mit Prüfungen und Verhandlungen hat die Europäische Kommission kürzlich dem Freistaat die landesweite Gigabitförderung freigegeben. Jetzt sind mit den beiden Oberpfälzer Gemeinden Barbing und Weiding sowie Baiersdorf in Mittelfranken die ersten Kommunen ins neue Förderprogramm gestartet. Zahlreiche weitere Gemeinden bereiten eine Markterkundung vor.

Die starke bayerische Förderung des Breitbandausbaus zahlt sich aus. Nach den neuesten Erhebungen zur Breitbandversorgung steht Bayern hervorragend da: 94,8 Prozent aller Haushalte im Freistaat sind an das schnelle Internet angeschlossen. Besonders erfreulich sind die Zahlen im ländlichen Raum: Hier ist Bayern mit 87,3 Prozent angeschlossener Haushalte unter den deutschen Flächenländern absoluter Spitzenreiter. Gleiches gilt für die Versorgung der bayerischen Gewerbestandorte mit Hochgeschwindigkeitsinternet: Über die Hälfte (50,6 Prozent) dieser Standorte verfügen über Anschlüsse von einem Gbit/s und mehr. Der deutschlandweite Schnitt liegt hier bei nur 30,0 Prozent.

Der Breitbandausbau läuft in Bayern bereits seit 2014 auf Hochtouren: „Kein Bundesland unterstützt seine Kommunen und damit auch die Unternehmen vor Ort mehr als der Freistaat“, machte Füracker deutlich. Seit Ende 2013 wurden in Bayern durch Freistaat, Kommunen und Kommunikationsunternehmen mehr als 2,3 Millionen unversorgte Haushalte erstmals an das schnelle Internet angeschlossen. Es ergingen bereits Bescheide über 1,09 Milliarden Euro für insgesamt 1.803 Kommunen. Bayerns ambitioniertes Ziel lautet: Gigabit bayernweit bis 2025.


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