20.03.2020, 13:10 Uhr

Bayerischer Bauernverband „Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert“

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In Bayern wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsausbreitung wurden beschlossen und werden ständig aktualisiert. Viele Menschen sind wegen der Corona–Pandemie erheblich verunsichert. Kreisobmann Johann Mayer und Kreisbäuerin Rita Blümel des Bayerischen Bauernverbands betonen den hohen Wert heimischer Erzeugnisse – gerade auch in Krisenzeiten.

Bayern. Welchen Wert die eigene Versorgungssicherheit hat, zeigt Medizin und medizinische Ausrüstung aus dem internationalen Bereich, die nur mehr schwer oder gar nicht zu bekommen sind. Man sieht, wie schnell Grenzen dicht sind und Lieferstillstand herrscht. Vor diesem Hintergrund betont der Bayerische Bauernverband, dass die Versorgung unserer Bevölkerung mit Lebensmitteln auch in diesen Krisenzeiten gewährleistet ist. „Insbesondere unsere bayerischen Produkte werden aufgrund der kurzen Wege zur Verfügung stehen“, sagt Johann Mayer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Regensburg. Rind- und Schweinefleisch, Milch, Butter und Käse, Getreide, Kartoffeln und Zucker werden in Bayern ausreichende Mengen produziert. Kreisbäuerin Rita Blümel ergänzt, dass mit diesen Grundnahrungsmitteln aus der heimischen Landwirtschaft und vielen weiteren Erzeugnissen aus der Region eine hochwertige ausgeglichene Ernährung für die Bevölkerung sichergestellt werden kann.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass trotz Corona die Frühjahrsaussaaten und Pflegearbeiten zeitgerecht durchgeführt werden können und die Versorgung der Tiere gewährleistet bleibt, auch wenn Arbeitskräfte durch Krankheit ausfallen oder Betriebe von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Mit dem Einsatz von Dorf- und Betriebshelfern kann in besonderen Härtefällen weitergeholfen werden. Aber diese stehen nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Oft wird auch eine Aushilfe über Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde erforderlich sein. Insbesondere Betriebe mit ausländischen Saisonarbeitskräften stehen vor großen Herausforderungen, wenn trotz Sonderregelungen an den Grenzen nicht ausreichend Arbeitskräfte für die jetzt anstehenden Bestellungs-, Pflege- und Erntearbeiten auf den Betrieben eintreffen.

„Nur weil Menschen gleich für mehrere Tage einkaufen (nicht wie sonst alle paar Tage), kommt es zu leeren Regalen. Dies zeigt deutlich, dass alles wie am Schnürchen laufen muss. Gottseidank hamstern die Menschen nicht Lebensmittel, sonst kommt es wirklich zu Engpässen. Bis Brotgetreide ab Bauernhof als Mehl beim Bäcker und Supermarkt ankommt, können bis zu drei Wochen vergehen“, sagt Kreisobmann Johann Mayer.

Wichtig ist jetzt, dass die Ausbreitung der Krankheit möglichst schnell eingedämmt wird. Alle sind hier gefordert, die gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen einzuhalten und unnötige Kontakte zu vermeiden. Auch der Bayerische Bauernverband reagiert mit zusätzlichen Präventionsmaßnahmen und Veränderungen im Arbeitsalltag. „Die BBV-Geschäftsstelle Regensburg steht den Mitgliedern weiterhin zur Verfügung. Der Dienstbetrieb wird aufrechterhalten“, so Geschäftsführer Josef Wittmann. Allerdings werden persönliche Termine so weit wie möglich eingeschränkt. Auftretende Fragen und Anliegen sowie die BBV-Dienstleistungsangebote zum Beispiel bei der Erstellung des Mehrfachantrages, Düngebedarfsermittlungen und Düngebilanzen und so weiter werden telefonisch und per Brief, Fax und Mail abgearbeitet. Immer aktuelle Infos bietet der Bayerische Bauernverband im Internet unter www.BayerischerBauernVerband.de/Corona.


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