14.03.2020, 21:44 Uhr

Kommunalwahlen Reinhard Peter – „die Eifersüchteleien der einzelnen Kommunen müssen der Vergangenheit angehören“

Reinhard Peter, SPD.  Foto: Sandra ScheckReinhard Peter, SPD. Foto: Sandra Scheck

Am Sonntag, 15.März,wir im Landkreis Regensburg gewählt. Wer die die kommenden sechs Jahre die Geschicke des Landkreises leiten?

Landkreis Regensburg. Für die SPD tritt Reinhard Peter aus Tegernheim an. Er will, „dass unser Landkreis sozial gerecht, modern, infrastrukturell gut aufgestellt, wirtschaftlich stark und umweltfreundlich ist. Nach dem Motto ,Original Sozial‘“, seinem Wahlkampfmotto. Die Durchsetzung bezahlbaren Wohnraums, eine bessere Vetaktung des ÖPNV, die Verbesserung des Radwegenetzes sowie Park&Ride-Plätze an den Verkehrsknotenpunkten sind seine Schwerpunkte, aber auch die Förderung von Tradition und Fremdenverkehr sind für ihn wichtig.

Das Interview in voller Länge

Warum wollen Sie Landrat des Landkreises Regensburg werden?

Weil ich will, dass unser Landkreis Sozial gerecht, modern, infrastrukturell gut aufgestellt, wirtschaftlich stark und umweltfreundlich ist. Nach dem Motto „Original sozial“.

Der Landkreis Regensburg kann viele Highlights bieten, was ist für Sie ganz persönlich das Besondere?

Unser Landkreis ist landschaftlich und Kulturell vielfältig und durch die Nähe zu Regensburg ein wirtschaftlich starker Raum, der noch ausbaubar ist.

Welche drei großen Projekte wollen Sie ab dem 1. Mai 2020 anpacken, wenn Sie Landrat werden?

Durchsetzung von bezahlbaren Wohnraum, eine bessere Vetaktung des ÖPNV, Verbesserung des Radwegenetzes, Park&Ride Plätzen an den Verkehrsknotenpunkten.

Es gibt auch Vorhaben, die eher zu den „weicheren“ Themen gehören. Welche sind Ihnen hier wichtig für den Landkreis?

Förderung von Tradition und Fremdenverkehr

Besonders wichtig ist die Entwicklung der Mobilität in der Region. Welche Perspektiven sehen Sie hier für den Landkreis?

Wie schon erwähnt: Ausbau des ÖPNV mit Verbesserung der Vertaktung, Verbesseung beim Ausbau des Radwegenetzes, Ausbau des Schienennetzes für S-Bahnverkehr, Inbetriebnahme der stillgelegten Bahnhöfe und Haltepunkte mit Parkplätzen für PKW und eine Nahverkehrsbrücke bei Kneiting nach Regensburg West.

Der Landkreis hat durch viele kulturelle und sportliche Angebote sowie durch Naturräume auch einen hohen Freizeitwert. Was sind hier Ihre Ideen für eine Weiterentwicklung?

Förderung des Breitensports durch Ausbau von Turnhallen und Sportplätzen mit Förderung der Schwimmbäder, Kultur fördern durch Förderung der einzelnen Musik- Theater und Gestaltungsgruppen, indem man Proberäume, Ateliers, Auftrittsmöglichkeiten und Material zur Verfügung stellt.

„Stadt und Land – Hand in Hand“, das ist ein gerne verwendeter Spruch. Was bedeutet er für ihre Arbeit? Wie stellen Sie sich die Arbeit gemeinsam mit der Stadt vor?

Stadt und Land bilden eine Region. Es kann nur gemeinsam wirtschaftlich vorwärts gehen. Wir im Landkreis haben Flächen für Betriebsansiedlungen, qualifizierte Arbeitskräfte und kulturelle Vielfalt mit starken Sehenswürdigkeiten. Die Eifersüchteleien der einzelnen Kommunen müssen der Vergangenheit angehören. Wir müssen alle an einem Strang ziehen um die Region voran zu bringen.

Auch die Nachbarlandkreise darf man nicht außer acht lassen. Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den Landkreisen Cham, Straubing, Kelheim, Neumarkt und Schwandorf vor?

Bei der Verkehrspolitik und im wirtschaftlichen Bereich müssen wir alle zusammenhalten. Die Region Donau Moldau muss mit allen Kräften gestärkt werden. Nur so können wir uns gegen die Metropolregionen behaupten und ernst genommen werden. Ein Gutes Verhältnis nach Böhmen ist ihr unabdingbar.

Wie werden Sie den Wahltag verbringen?

Ich werde abwarten, was für ein Ergebnis kommt. Die Zeit vertreibe ich mir mit Musizieren. Natürlich Rockmusik.

Wie sieht Ihr Plan B aus, falls es nicht klappt mit dem Chefsessel im Landratsamt?

Ich mache weiter und bleibe original sozial und nehme die Rolle an, die mir das Wahlergebnis zugedacht hat.


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