13.03.2020, 19:48 Uhr

Fridays for Future Demo und Mahnwache abgesagt

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Seit vielen Wochen arbeitet „Fridays for Future“ an ihren Aktionen zur Kommunalwahl. In Regensburg sollte ein großes Programm aufgefahren werden: Am Freitag, 13. März, sollte der „48-Stunden-Raum-fürs-Klima“ mit einer großen Demo eingeleitet werden. Anschließend war für Samstag und Sonntag auf dem Kohlenmarkt eine Mahnwache geplant.

Regensburg. Das Programm dafür stand, Politikerinnen und Politiker hatten für Gespräche zugesagt und auch die gesamte Logistik von Bühne bis hin zu Verpflegung war organisiert. Doch am Freitag, 13. März, hat „Fridays for Future Regensburg“ entschieden, all das aufgrund des Coronavirus abzusagen.

Für „Fridays for Future“ ist das eine Frage der Verantwortung und der Konsequenz ihres Handelns. Während junge Menschen bisher noch kaum von den Folgen des Coronavirus betroffen sind, stellt das Virus gerade für ältere Menschen eine große Bedrohung und Lebensgefahr dar. „Fridays for Future“ hat nicht nur die Verantwortung, den älteren Teil unserer Bevölkerung in verschiedensten Situationen zu unterstützen, sondern auch mit allen Mitteln zu versuchen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. „Fridays for Future“ fordert seit eineinhalb Jahren Generationengerechtigkeit. Die Konsequenz dieser Forderung ist die Absage der Demonstrationen.

„Fridays for Future“ beruft sich darauf, das Sprachrohr der Wissenschaft zu sein. Dabei sollte egal sein, ob es um Corona oder das Klima geht, wenn es darum geht, den Aussagen von Experten ihr nötiges Gewicht zu verleihen. Krisen müssen wie Krisen behandelt werden und dazu sind teilweise drastische Einschränkungen und Veränderungen notwendig. Dass die Politik zu diesen Einschränkungen greift und auch die Wirtschaft und Gesellschaft damit umgehen kann, ist für die gesamte Klimabewegung ein sehr positives Zeichen.

Mit derselben Bereitschaft für Einschnitte im alltäglichen Leben, sowie Zurückstellung der egoistischen Interessen muss auch die Klimakrise angegangen werden. So muss nun auch entgegen jeglicher Panik ruhig und besonnen weitergedacht werden und mit der „Klimawahl“ die Weichen für die nächsten sechs Jahre Kommunalpolitik gestellt werden.


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