22.02.2020, 10:14 Uhr

Bus in die Konradschule Die Schulbuslinie 8b bereitet den Eltern am Keilberg Kopfzerbrechen

An der Haltestelle „Keilberger Hauptstraße“ warten die Schulkinder manchmal etwas zu lange auf den Bus der Linie 8b zur Konradschule. Foto: privatAn der Haltestelle „Keilberger Hauptstraße“ warten die Schulkinder manchmal etwas zu lange auf den Bus der Linie 8b zur Konradschule. Foto: privat

Es wird ja viel diskutiert, wann die Schule beginnen sollte. Die einen finden, dass 8 Uhr viel zu früh ist, die anderen sehen Vorteile, wenn es am Nachmittag nicht gar so spät wird. Manche Eltern aber wären schon froh, wenn der Ist-Zustand so wäre, dass ihre Kinder pünktlich zum Unterricht kommen. Für so manche Mütter und Väter aus dem Regensburger Stadtteil Keilberg ist das nämlich nicht gegeben. Da kommt der Bus gelegentlich zu spät – und kommt dann erst nach 8 Uhr bei der Konradschule an.

Regensburg. Sabine S. (Name geändert, richtiger Name der Redaktion bekannt) hat zu tun: Morgens fährt sie ihre beiden Kinder mit dem Auto zur Konradschule. Denn: Der Bus der Linie 8b, der um 7.39 Uhr in der Keilberger Hauptstraße wegfahren und um 7.46 Uhr an der Konradschule in der Posener Straße ankommen soll, hat immer mal wieder Verspätung, die Kinder müssen warten. „Ich war beim Direktor und habe einige Male im Sekretariat angerufen, auch beim zuständigen Busunternehmen und beim Schulamt. Als Mutter habe ich einiges unternommen, aber geändert hat es nichts“, beklagt sich Frau S..

Martin Gottschalk, Pressesprecher der „das Stadtwerk Regensburg GmbH“, bestätigt, dass es zu Problemen gekommen ist: „Es ist leider richtig, dass wir in der jüngeren Vergangenheit häufiger mit Beschwerden hinsichtlich Verspätungen der genannten Linie konfrontiert wurden. Nachdem diese Linie von einem Subunternehmer gefahren wird, haben wir im Oktober 2019 an mehreren Tagen eine Überprüfung der Fahrt vorgenommen. Hierbei kam es nur an einem von fünf Tagen zu einer geringfügigen Verspätung.“ Etwaigen Meldungen zu Verspätungen gehe man nach und werde „dies auch jetzt wieder tun. Wir bedauern die für unsere Fahrgäste entstehenden Unannehmlichkeiten“, so Gottschalk. Man versuche, „mit verschiedenen Maßnahmen, die Pünktlichkeit des Linienverkehrs sicherzustellen. So passen wir regelmäßig die Fahrzeiten der Linien an. Außerdem haben die meisten Fahrten an der Endstation Wendezeiten beziehungsweise bei der Dienstplanung wird darauf geachtet, dass eine pünktliche Abfahrt nach Linienwechsel möglich ist.“

Auch eine Alternativ-Buslinie bietet Gottschalk an: So wäre „eine Fahrt mit der Linie 8 bis zur Loisachstraße und ab dort eine Fahrt mit der Linie 4 bis zur Haltestelle ,Sonderburger Straße‘ möglich“. Von dort aus wären es dann nur noch zwei bis drei Minuten zu Fuß zu Schule. Hier müsste dann etwas mehr Zeit eingeplant werden, da ein Umsteigen nötig sei.

Im großen und ganzen funktioniere der Schulbusverkehr in Regensburg gut, so Gottschalk, „allerdings unterliegt er den Spielregeln der allgemeinen Verkehrssituation. Gerade in der Früh kommt es eben zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und da der Bus meistens die gleiche Fahrspur wie alle anderen Autos nutzt, ist eine Verspätung aufgrund von Stauungen nicht auszuschließen. Wir versuchen bei unseren Planungen, intern fortwährend Verspätungen im Frühverkehr auszugleichen, in dem wir zum Beispiel in einem Umlauf, wenn Schulfahrten und reguläre Fahrten aufeinander folgen, entsprechende Puffer einbauen.“

Sabine S. wird sich nun ansehen, wie der Schulbus ihrer beiden Kinder fährt. Vielleicht kann sie dann demnächst wieder auf die zusätzliche Autofahrt verzichten ...


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