21.02.2020, 16:42 Uhr

Zuschüsse nahezu verdoppelt Millionen-Programm für klimafeste Wälder

Martin Schöffel, Josef Ziegler, Staatsministerin Michaela Kaniber, Sylvia Stierstorfer, Ferdinand Graf von Drechsel, Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg und Alexander Flierl.  Foto: Romina WildenauerMartin Schöffel, Josef Ziegler, Staatsministerin Michaela Kaniber, Sylvia Stierstorfer, Ferdinand Graf von Drechsel, Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg und Alexander Flierl. Foto: Romina Wildenauer

Stürme, Trockenheit und der häufig einhergehende Borkenkäferbefall machen dem Wald im Landkreis Regensburg zu schaffen. Mit einem millionenschweren Förderprogramm will die Bayerische Staatsregierung den Aufbau klimafester und artenreicher Wälder im Freistaat vorantreiben.

Landkreis REgensburg. Die Zuschüsse für private Waldbesitzer und Kommunen, die zukunftsfähige Mischwälder pflanzen, pflegen und erhalten, sollen nahezu verdoppelt werden: Der Freistaat übernimmt damit künftig bis zu 90 Prozent der entstehenden Kosten. Davon profitiert auch der Landkreis Regensburg. „Die für uns alle so wichtige Lebensgrundlage Wald leidet zunehmend unter den Auswirkungen des Klimawandels. Mir ist es wichtig, dass wir die Waldbesitzer mit dieser Aufgabe nicht allein lassen“, sagte die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer, die sich bei Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber für eine Erhöhung stark gemacht hat. Damit soll der Umbau labiler Nadelwälder und eine Wiederbewaldung der durch Stürme, Dürre oder Schädlinge entstandenen Kahlflächen vorangetrieben werden.

Die Abgeordnete hat Sylvia Stierstorfer hat im vergangenen Jahr zu diesem Thema hochrangige Vertreter aus Politik, Wald- und Forstwirtschaft im Bayerischen Landtag an einen Tisch geholt, um die prekäre Situation in den heimischen Wäldern zu besprechen und nach Lösungen zu suchen. So konnten neben Ferdinand Graf von Drechsel auch der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Ziegler sowie der Vorsitzende des Verbands der Familienbetriebe Land und Forst Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg ihre Sorgen vorbringen. Von Seiten der Politik nahmen unter anderem Staatsministerin Michaela Kaniber sowie der forstpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Martin Schöffel an dem Gedankenaustausch teil.

Umso mehr freute sich Stierstorfer, dass den Waldbauern jetzt finanziell unter die Arme gegriffen wird: Bis zu 80 Millionen Euro, davon rund 30 Millionen Euro Bundesmittel, werden bereitgestellt. Darüber hinaus hat das Forstministerium von einer Arbeitsgruppe Leitlinien für die Praxis erarbeiten lassen. Sie zeigen Chancen und Risiken für bereits etablierte sowie alternative Baumarten und sollen die Auswahl geeigneter Baumarten für stabile Zukunftswälder erleichtern.

Die Leitlinien werden im Zuge neuer Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis stetig weiterentwickelt. Das neue Förderprogramm sowie die Leitlinien „Baumarten für den Klimawald“ finden sich im Internet unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung und www.waldbesitzer-portal.bayern.de/klimawald-baumarten.


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