25.01.2020, 14:08 Uhr

Politik Jusos fordern „planmäßige Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs“

(Foto: Germano Poli/123rf.com)(Foto: Germano Poli/123rf.com)

„Die Mittelbayerische Zeitung berichtete am 22. Januar, dass die CSU Regensburg sowie die ;Brücke‘ via Wahlprogramm bzw. per Antrag im Stadtrat vorgeschlagen haben, eine Parkgarage auf dem jetzigen Warendultgelände östlich der Oberpfalzbrücke zu realisieren“; schildern die Regensburger Jusos in einer Pressemitteilung.

REGENSBURG „Obwohl sowohl CSU als auch Brücke bislang nicht durch zukunftsgewandte Verkehrspolitik aufgefallen sind, lässt aufhorchen, dass der Vorschlag ursprünglich auf die Initiative ,Boom-Boom‘ zurückgeht und auch vom Architekturkreis unterstützt wird. Der Initiative ;boom-Boom‘ gilt der besondere Dank der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Regensburg, da diese eindringlich und in verdienstvoller Weise auf drängende Fragen der Stadtentwicklung in Regensburg aufmerksam macht, wenn wir die Lösungsvorschläge auch nicht stets teilen.“

Die Jusos Regensburg begrüßen eine Prüfung, ob benötigter Parkraum auf dem Gelände der jetzigen Warendult realisiert werden kann. Sie wenden sich allerdings entschieden gegen die Richtung, die die Diskussion nun einzuschlagen droht: Während die „Brücke“ in ihrem Antrag noch pflichtschuldig darauf hinweist, dass die Parkgarage eine Alternative zur Gräßlschleife sein soll, finde sich dieses Bekenntnis bei der CSU schon nicht mehr. Auch die Regensburger Kaufleute um Herrn Gebhard sprechen sich laut MZ einfach für „weitere Stellflächen“ aus. Das könne die Lösung aber nicht sein. „Eine Prüfung einer Parkgarage an der Warendult muss unbedingt und von vornherein klar kommuniziert eine Entweder-oder-Lösung zur Gräßlschleife sein und auch als solche geprüft werden. Auf gar keinen Fall darf am Ende das Ergebnis der Bau von zwei Parkgaragen sein, an der Warendult und an der Gräßlschleife sein.“, fasst Juso Vorsitzender Heinrich Kielhorn zusammen.

Überhaupt müsse das durch die Bunte Koalition unter Führung der SPD-Fraktion eingeleitete Umdenken in Sachen städtische Verkehrsführung verschärft und beschleunigt werden: Am Ende werde man dem Autoverkehr durch immer mehr Parkraum nicht Herr werden. Nur das planmäßige Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs könne Regensburg vor dem Verkehrskollaps bewahren. „Es muss daher ganz im Gegenteil stets überlegt werden, wo Flächen, bebaute wie unbebaute den Bürgerinnen und Bürger zur autofreien Nutzung zurückgegeben werden können. Die SPD hat hierzu in ihrem Wahlprogramm bereits Ideen präsentiert, zuallererst die Befreiung des Kornmarkts und des Emmeramsplatzes von parkenden Autos.“


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