23.01.2020, 13:52 Uhr

Bildungspolitik Bundestagsabgeordneter Tobias Gotthardt fordert Angleichung der Einstiegsgehälter für Lehrkräfte

Tobias Gotthardt und Kultusminister Professor Dr. Michael Piazolo im Bayerischen Landtag. (Foto: Philipp Seitz)Tobias Gotthardt und Kultusminister Professor Dr. Michael Piazolo im Bayerischen Landtag. (Foto: Philipp Seitz)

„Der Lehrermangel an Grund- und Hauptschulen ist offensichtlich – und er hat seine Ursachen, die wir politisch benennen und angehen müssen“, so der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt. Als zuständiger Berichterstatter zum Haushaltsplan des Kultusministeriums im Bayerischen Landtag fordert er deshalb eine „Angleichung der Einstiegsgehälter an allen Schularten – A13 auch für Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen“.

REGENSBURG/MÜNCHEN Nur so lasse sich das anhaltende Ungleichgewicht nachhaltig auflösen. Kurzfristig aber gelte es „zusammenzuhalten“. Gotthardt stellt klar: „Wir Freie Wähler haben den aktuellen Missstand nicht erfunden, wir haben ihn benannt.“ Höchste Priorität besitze nun der Erhalt der Bildungsqualität in Bayern.

Mit seiner Forderung nach A13 bleibt der Finanzpolitiker damit in der Linie seiner Partei, stellt sich aber gegen die bisherige Linie der CSU: „Wir müssen darüber reden: Die von uns geschaffenen 700 Grundschulstudienplätze sind gut, die Ergänzung um weitere 300 unterstützen wir. Trotzdem muss ich Menschen in den Beruf locken – und das tue ich nicht bloß mit warmen Worten.“ Die Idealvorstellung: Natürlich, so Gotthardt, dürfe man sich nun in diesem Zuge einer vertieften Debatte um Inhalt, Umfang und Spezifizierung des Studiensystems nicht verschließen.

Diskutieren will der Landtagsabgeordnete auch einzelne Bausteine des jüngst veröffentlichten Maßnahmenpakets. „Die Vorgaben zur Altersteilzeit sind für viele Betroffene ein großes Problem.“ Bereits aufgegriffen, so Gotthardt, habe der Kultusminister seinen Vorschlag, in den Fächern Kunst, Musik und Sport an Grund- und Hauptschulen verstärkt auf externe, pädagogisch qualifizierte Kräfte zu setzen und so Stunden zu reduzieren.

Insgesamt ist Gotthardt sich sicher: „Bildung hat höchste Priorität für Bayern. Ich gehe davon aus, dass wir beim kommenden Doppelhaushalt 2021/2022 bereits einen Konsens mit dem Koalitionspartner zur Angleichung der Gehälter finden.“ Etwa 240 Millionen Euro seien dafür jährlich nötig.


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