18.11.2019, 18:54 Uhr

Vor-Ort-Termin Peter Aumer setzt sich für eine Stärkung der Ladeinfrastruktur in der Region Regensburg

(Foto: Büro Aumer)(Foto: Büro Aumer)

Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer hat sich beim Vor-Ort-Termin mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bayernwerk AG, Reimund Gotzel, ein Bild von der aktuellen Situation bei der Ladeinfrastruktur gemacht und die bisherige Förderung besprochen.

REGENSTAUF/BERLIN Aumer ist sich sicher: „Für das Ziel der Bundesregierung, mehr Elektroautos mit Batterie und Wasserstoffantrieb auf die Straße zu bringen, braucht es eine intelligente Umsetzung und Vernetzung der E-Mobilität sowie eine kundenorientierte Ladeinfrastruktur.“ Bayernweit gibt es derzeit rund 4.250 öffentliche Ladepunkte, davon entfallen auf Stadt und Landkreis Regensburg 127.

Aumer betont, dass es zukünftig vor allem darum gehen muss, die richtigen Standorte für Ladesäulen zu wählen. Der Masterplan Ladeinfrastruktur legt hier einen Schwerpunkt auf Kundenparkplätze zum Beispiel an Supermärkten. Der Bayernwerkchef Gotzel unterstreicht dies mit Zahlenmaterial über die Auslastung von Ladesäulen. Zwar braucht es zur Akzeptanz und zum Hochlaufen der E-Mobilität zahlreiche auch unrentable Ladesäulenstandorte, bisher hängen die Standorte aber zu stark vom politischen Willen vor Ort ab. „Wenn wir das Ziel erreichen wollen, dass im Jahr 2030 auf deutschen Straßen mehr als sieben Millionen E-Fahrzeuge unterwegs sind, brauchen wir einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur. Hier müssen neben dem Staat auch die Automobilhersteller und die Energieversorger einen stärkeren Beitrag leisten“, fordert Aumer.

Vom Erfolg einer Anschubfinanzierung, wie sie der Masterplan Ladeinfrastruktur vorsieht, konnte sich Aumer beim Bayernwerk überzeugen. An der Firmenzentrale wurde mit Hilfe von Bundesmittel aus bisherigen Förderprogrammen zur E-Mobilität ein öffentlicher Ladepunkt errichtet. Der Bundestagsabgeordnete Aumer dazu: „Ich bin froh, dass es über die bisherigen Förderprogramme zur E-Mobilität gelungen ist für Stadt und Landkreis über 1,38 Millionen Euro Bundesmittel für den Aufbau der Ladeinfrastruktur bereitzustellen. Neben dem Standort beim Bayernwerk, konnten so zum Beispiel Ladesäulen am Rennplatz, in Nittendorf, Obertraubling, Sinzing, Wörth an der Donau sowie der gesamten Innenstadt Regensburgs errichtet werden.“

Zukünftig wird es beim Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht nur um ein differenziertes Netz an Lademöglichkeiten wie Schnellladesäulen gehen, sondern auch um zentrale Bezahlmethoden, ein Punkt, der im Masterplan Ladeinfrastruktur angegangen wird. So wird gewährleistet, dass der Kunde an jeder Säule Strom zapfen kann. Das Bayernwerk arbeitet zum Beispiel mit daran, dass zukünftig Informationen zu Belegungsstatus der Ladesäulen und eine transparente Preisgestaltung vorangetrieben werden.

Einen weiteren wichtigen Punkt den Gotzel angesprochen hat, nimmt Aumer mit nach Berlin. So braucht es mit Blick auf die Stromnetze und den erzeugten Strom zukünftig intelligente und smarte Ladeeinrichtungen, die den Strom entsprechend des Bedarfs und seiner Verfügbarkeit in den Tankvorgang speisen und den Fahrer über eine App unter anderem über den aktuellen Ladestatus informieren. Hier wäre eine einheitliche Schnittstelle an den E-Autos für die Ladesäulenbetreiber zielführend. Ein Pilotprojekt smarter Ladepunkte hat sich Aumer in der Tiefgarage des Bayernwerks zeigen lassen.

Der Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung fördert mit drei Milliarden Euro die Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw mit CO2-freien Antrieben bis 2023. Ziel der Bundesförderung sind eine Million öffentliche Ladepunkte. Erstmals werden auch private Ladepunkte mit 50 Millionen Euro gefördert. Hier soll auch der Bau von privaten Ladestationen durch eine Änderung des Wohneigentumsrechts erleichtert werden.


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