08.11.2019, 18:30 Uhr

Blick hinter die Kulissen Weltpolitik über dem Großen Teich – CSU Alteglofsheim auf Infofahrt in New York

(Foto: Wolfgang Voigt)(Foto: Wolfgang Voigt)

Die politische Informationsfahrt „Politik erleben“ der CSU Alteglofsheim ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm der Christsozialen geworden. Nach München, Berlin, Straßburg und Brüssel in den Vorjahren, folgte heuer als Steigerung New York.

ALTEGLOFSHEIM Eine große Reise, die bereits mit einer großen Verabschiedung begann: Am Bahnhof erteilte der Ortspfarrer, Matthias Kienberger, der Gruppe einen Reisesegen und eine achtköpfige Blaskapelle spielte „Muss i denn zum Städtele hinaus“, als die Gruppe den Flughafenexpress nach München bestieg.

„Wir wollen auf unseren Fahrten einen Blick hinter die Kulissen der Politik werfen“, sagte der CSU-Ortsvorsitzende Wolfgang Voigt, der zusammen mit der Europäischen Akademie Bayern e. V. die Reise für seinen Ortsverband organisiert hatte. Voigt, der ein halbes Jahr in New York gelebt hatte, führte auch die Gruppe vor Ort. „Wir wollten bei der Reise einen Bogen von Bayern nach Amerika spannen“, sagte Voigt. So waren 6.500 Kilometer entfernt von der Heimat Gespräche bei der Vertretung des Freistaates Bayern, der BayernLB, politischen Stiftungen (Konrad-Adenauer-Stiftung und Hanns-Seidel-Stiftung) und Organisationen der Vereinten Nationen Bestandteil des siebentägigen Besuchsprogramms.

„Die Welt ist klein“

Dass die Welt oft kleiner ist, als es oftmals erscheint, zeigte sich der Gruppe bei verschiedenen Gelegenheiten: Der Lufthansa-Pilot, der die Gruppe über den Großen Teich brachte, hat eine enge Verbindung nach Alteglofsheim, weil seine Schwester mit ihrer Familie dort lebt. Und auch Voigt musste feststellen, dass er mit dem Chef der deutsch-amerikanischen Handelskammer bereits in München zusammengearbeitet hatte und dass er den General Manager der BayernLB New York aus seiner Tätigkeit in Hong Kong kannte. „Es ist sehr schön, wenn sich die Wege immer wieder kreuzen“, so Voigt.

Frühstück mit Karl-Theodor von und zu Guttenberg

Auch die Wege mit einem der bekanntesten bayerischen Politiker kreuzten sich in New York: Die Alteglofsheimer hatten sich mit Karl-Theodor von und zu Guttenberg zum Frühstück verabredet. Pünktlich betrat der dynamische ehemalige Bundesminister bestens gelaunt das traditionsreiche Café, in dem sich die Gruppe mit ihm zu Frühstück verabredet hatte. Zielstrebig steuerte von und zu Guttenberg auf den Tisch der Oberpfälzer zu. „Sie sind der Bürgermeisterkandidat von Alteglofsheim!“, begrüßte er Voigt und zeigt, dass er sich im Vorfeld im Internet über die Gruppe informiert und auf das Treffen vorbereitet hatte. Von und zu Guttenberg, der eine Investment- und Beratungsfirma in New York und an weltweit fünf weiteren Standorten leitet, freute sich über den Besuch aus Bayern. „Bayern ist und bleibt meine Heimat“, sagte er. Er freute sich über das Interesse und Engagement des Ortsverbands und diskutierte mit der Gruppe über die transatlantischen Beziehungen und die Lage der Union-Parteien in Deutschland.

Gespräche mit Trump-Berater und Apostolischem Nuntius

Von großem Interesse war auch ein Gespräch mit dem ehemaligen New Yorker Kongressabgeordneten John E. Sweeney. Sweeney zählt zu den engsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. „Es war sehr spannend die trumpsche Sicht der Dinge zu hören, auch wenn wir Europäer in vielen Dingen ganz anderer Meinung sind“, so Voigt. Trotzdem sei es wichtig miteinander zu reden und sich auszutauschen, so auch der Tenor der Gruppe.

Selbst der Apostolische Nuntius, Erzbischof Bernardito Auzo, nahm sich über eine Stunde Zeit, um mit der Gruppe über seine Rolle als Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen zu sprechen. Die Gruppe dankte ihm mit einer mitgebrachten Kerze, auf der das Deckengemälde der Alteglofsheimer Pfarrkirche St. Laurentius abgebildet ist. Von Alteglofsheim habe er aber bisher noch nicht gehört, gestand er ein. Regensburg aber kenne er gut, sagte der Nuntius, denn dort habe er viele Freunde. Er habe viele enge Beziehungen nach Bayern und freue sich schon auf die Passionsspiele 2020 in Oberammergau.

Neben Gesprächen mit Politikern und Kirchenvertretern waren Termine mit Nichtregierungsorganisationen und ein Besuch des ARD-Studios aber auch kulturelle Veranstaltungen, wie ein Gospelgottesdienst, und selbstverständlich eine Fahrt zur Freiheitsstatue und zum Einwanderungsmuseum auf Ellis Island sowie der Besuch des 9/11-Memorials Teil des umfangreichen Programms.

„Wir haben sehr viel gesehen und gehört. Durch unser Programm haben wir viele unterschiedliche Aspekte abgedeckt“, fasste Voigt die Reise zusammen. Besonders interessant sei, dass es dennoch sehr viele Schnittmengen zwischen den einzelnen Terminen gegeben habe und dadurch ein Blick hinter die Kulissen geben wurde und ein sehr differenziertes Bild entstand. Das Ziel des Reiseformats „Politik erleben“ des CSU Ortsverbands, Politik erlebbar zu machen und Zusammenhänge zu verstehen, sei mit dieser Reise wiederum gelungen, befand Voigt.


0 Kommentare