08.08.2019, 22:57 Uhr

Bundeswehr Tag der Reservisten in Regenstauf war ein voller Erfolg

(Foto: Lydia Eichler)(Foto: Lydia Eichler)

Es begann vor fünf Jahren, als auf dem Gelände des Bundeswehr-Shops von Christian Schmid in Regenstauf die Militärfahrzeug-Freunde unter dem Vorsitz von David Blume ihre erste Ausstellung veranstalteten. Drei Jahre später holten sie die Reservisten von Regenstauf, Irlbach und den Verband der Reservisten der Bundeswehr Kreisgruppe Oberpfalz Süd mit ins Boot – der Tag der Reservisten in Regenstauf war geboren.

REGENSTAUF Schon 2018 war diese Veranstaltung ein voller Erfolg. Die rund 3.000 Besucher konnten sich auch dieses Jahr am 03.08. nicht nur über die Bundeswehr und das Tun der Reservisten informieren, ihnen wurde natürlich wieder ein High Light nach dem anderen geboten.

Hans-Dieter Böckel verteilte gleich zu Anfang der Veranstaltung mit seinen Helfern der Reservisten-Kameradschaften Regenstauf und Irlbach die Preise für den Luftballonwettbewerb von 2018. Nicht nur Teddybären, sondern auch Turnbeutel, Schwimmenten und vieles mehr waren zu gewinnen. Mit Stolz nahmen die kleinen Preisträger ihre Urkunden und Trophäen entgegen. Auch dieses Jahr war der Andrang für den Luftballonwettbewerb groß und das Glücksrad ein gelungener Magnetpunkt für Jung und Alt.

Nach der Segnung der Militärfahrzeuge durch Pfarrer Josef Schottenhammel begann deren Rundfahrt, bei der vom „Ural“ über „Munga“ bis zum „Iltis“ so ziemlich alle Marken vertreten waren. David Blume und seine anwesenden Mitglieder freuten sich sehr über die Begeisterung der vielen Zuschauer.

Wurden 2018 Hubschrauberrundflüge angeboten, so kamen heuer Panzer zum Einsatz. Ein geübter Panzerfahrer stellte den MTW M113 Sanitätspanzer der acht sitzenden und vier liegenden Verwundeten Platz bietet und den SPZ Saurer Sanitätspanzer für zwei liegende und vier sitzende Verwundete zur Verfügung. Er bot den vielen interessierten Besuchern eine Mitfahrt an und im rasanten Tempo ging es über das holprige Stoppelfeld.

Natürlich waren auch sie wieder dabei, die Diensthundeführer des 9. Feldjäger Regiments 3 aus Roth. Hauptfeldwebel Garcia mit Diensthund „Woody“, ausgebildeter Sprengstoffspürhund und Otte mit „Arik“, der eine besondere Spürnase für Rauschgift hat. In Ulmen befindet sich die zentrale Diensthundeschule, hier wird die grundsätzliche Eignung der Hunde geprüft. Spiel- und Beutetrieb müssen entsprechend vorhanden sein, damit ein Hund sich für die anspruchsvolle Ausbildung qualifizieren kann. Der vierjährige „Woody“ wurde mit seinen Hundeführer von der Drehleiter, die die Regenstaufer Feuerwehr zur Verfügung stellte, abgeseilt und auch „Arik“ bewies, dass ihm diese Aufgabe mit seinem Hundeführer keine Angst machte! Die Hunde durchlaufen eine neunmonatige Basisausbildung zum Beispiel in dem Bereich: „Unterordnung“. Hier wird das zügige Ausführen von einfachen Kommandos durchgeführt. Hundeführer und Diensthund sind stets ein eingespieltes Team. Speziell wurde noch ein Bereich aus dem Schutzdienst praktisch vorgeführt. Der Trainer zog dafür einen Schutzanzug an und der Hund wurde aufgefordert anzugreifen und auch wieder loszulassen, diese Aufgabe meisterte der Hund in eindrucksvoller Weise. Im Grunde werden die Tiere täglich in spielerischer Weise trainiert, um für den Ernstfall voll einsatzfähig zu sein. Garcia berichtete, dass die Diensthunde jederzeit ihr Leben für ihren Hundeführer geben würden. Am Ende der Vorführung wurden von den begeisterten Zuschauern viele Fragen gestellt, die Garcia geduldig und ausführlich beantwortete.

Das „Laser-Schießen“, das von Mitgliedern der Reservistenkameradschaften Irlbach und Regenstauf betreut wurde, sorgte dieses Jahr für viel Spannung bei den Teilnehmern. Natürlich war auch wieder hervorragend für das leibliche Wohl gesorgt.

Um 15 Uhr begrüßte Reinhard Knott, Kreisvorsitzender des VdRBw Kreisgruppe Oberpfalz Süd, Landrätin Tanja Schwaiger, den Bürgermeister des Marktes Regenstauf, Siegfried Böhringer und Thorsten Klapp. Schwaiger bedankte sich ihrerseits für die Einladung und betonte, wie wichtig der Schulterschluss zwischen Bundeswehr und Politik sei. Im Katastrophenfall könnte man sich auf die Bundeswehr und allen voraus auf die Reservisten stets verlassen. Wichtig sei auch, für den Nachwuchs zu sorgen, was in der heutigen Zeit leider nicht mehr so einfach sei, darum sei der Tag der Reservisten für die Bürgerinnen und Bürger auch eine wichtige Informationsquelle über die Bundeswehr und die Reservistenarbeit. Ihr besonderer Dank ging an Christian Schmid, der nicht nur sein Gelände zur Verfügung gestellt, sondern mit den Freunden der Bayrischen Militärfahrzeuge und den vielen freiwilligen Helfern ein interessantes Programm auf die Beine gestellt hat. Bürgermeister Böhringer bedankte sich in seine Rede bei den Reservisten und im Besonderen bei Schmid, der immer wieder den Markt Regenstauf durch seine Veranstaltungen unterstützt. Thorsten Klapp wurde ebenfalls um ein paar Worte gebeten. Er bedauerte, dass jedes Jahr cirka 20.000 Soldaten die Bundeswehr verließen, aber nur wenige als Reservisten zurückkehren würden. Die Reserve sei jedoch unverzichtbar, deshalb gebe es in Ostbayern eine Grundausbildung für „Ungediente“. Hier können sich freiwillige Bürgerinnen und Bürger zwischen 18. und 50. Jahren melden, die die Bundeswehr unterstützen möchten. Die vierwöchige Grundausbildung beinhaltet unter anderem das Schießen und Verhalten im Gelände, um nur zwei interessante Beispiele zu nennen. Die nächste Ausbildung beginnt im August 2020. Reinhard Knott dankte den Ehrengästen und betonte ebenfalls noch einmal die perfekte Vorbereitung und Durchführung des Tags der Reservisten in Regenstauf.

Natürlich war das noch nicht alles! Ein weiterer Höhepunkt des Tages und zugleich ein gelungener Abschluss war der Auftritt von „Ausbilder Schmidt“, der sein komödiantisches Können zum Besten gab.


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