05.08.2019, 19:26 Uhr

Starker Profit vom Sonderprogramm „Ein echter Quantensprung in der Förderung für die Sport- und Schützenvereine“

(Foto: Ritt)(Foto: Ritt)

„Diese Nachricht kann man nicht hoch genug einschätzen.“, so kommentierte Landrat Franz Löffler die Information des Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp, wonach der Freistaat Bayern die Sportstättenförderung für Vereine um zehn Millionen Euro jährlich erheblich ausweitet.

LANDKREIS CHAM Im Rahmen eines Pressegespräches am Donnerstag, 1. August, bei dem auch Hubert Lauerer, Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), Michael Weiß, stellvertretender Verbandsjugendleiter des BLSV, Karlheinz Sölch, Sportreferent am Landratsamt Cham und der Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier teilnahmen, wurde das Sonderförderprogramm des Freistaates Bayern vorgestellt.

„Im Landkreis Cham sind circa 53.000 Menschen in Vereinen organisiert. Gerade dort findet gesellschaftliches Leben statt, welches durch unzählige Ehrenamtliche organisiert und geleitet wird. Ein Großteil der Sportstätten befinden sich im Eigentum und somit auch in der wirtschaftlichen Verantwortung von Vereinen.“, unterstrich Landrat Franz Löffler die Bedeutung der Entscheidung des Bayerischen Landtags. Daraus leite sich auch die Notwendigkeit einer verstärkten Unterstützung ab, damit die Attraktivität der Vereine erhalten und ausgebaut werden könne.

Haushaltsausschussmitglied Dr. Gerhard Hopp erläuterte die Besonderheit des Sonderförderprogramms, welches im Doppelhaushalt 2019/2020 jährlich ein Volumen von zusätzlich zehn Millionen Euro beinhaltet: „Bei der Ausweitung der Förderkulisse profitiert der Landkreis Cham in ganz besonderem Maß. So werden die Fördersätze in allen Landkreisgemeinden um fünf Prozentpunkte angehoben, da sich der Landkreis im Raum mit besonderem Handlungsbedarf befindet. Sind bislang pauschal 20 Prozent Fördersatz vorgesehen, so können nunmehr in fast Dreiviertel der Gemeinden Förderungen von 55 Prozent beantragt werden. Auch in den weiteren Gemeinden werden deutlich höhere Fördersätze zwischen 25 und 45 Prozent möglich.“, so Hopp. Hinzu komme noch die Erhöhung des möglichen Darlehensbetrages von ehemals zehn auf bis zu 20 Prozent, sodass im Endeffekt die Maximalförderquote in vielen Fälle von 30 auf 75 Prozent angehoben werden kann. Während bayernweit in etwa 28 Prozent der Gemeinden Höchstförderung möglich ist, ist die Quote im Landkreis Cham nun fast dreimal so hoch. Hilfreich für die Region war, dass man sich an der Steuer- und nicht an der Finanzkraft in den Gemeinden orientierte. „Ein echter Quantensprung in der Förderung für die Sport- und Schützenvereine“, unterstreicht Hopp. Mit diesem Sonderförderprogramm stünden nun insgesamt 25 Millionen Euro pro Jahr für den Vereins- und Verbandssportstättenbau zur Verfügung. „Damit wird den Vereinen eine finanzielle Handlungssicherheit gegeben, um ihre Sportstätten und Vereinsheime auszubauen und modernisieren zu können.“, so Hopp.

Hubert Lauerer und Michael Weiß begrüßten das Sonderförderprogramm als Anerkennung für die Leistungen, die in den Vereinen erbracht wird. „20 Vereine im Landkreis Cham planen derzeit konkrete Maßnahmen. Diese erfreuliche Nachricht kommt gerade zur richtigen Zeit. Nun können beispielsweise geplante stromsparende LED-Beleuchtungsanlagen realisiert werden.“, so der Kreisvorsitzende Lauerer. Michael Weiß stellte den Sportstättenbau als wesentlichen Erfolgsfaktor dar, warum Menschen gerne Sport treiben. Der Sport sei die größte Bürgerbewegung Bayerns mit 4,6 Millionen Sportlerinnen und Sportlern.

Ebenso lobte Holmeier das Sonderförderprogramm als unwahrscheinlich starkes Signal für den Breitensport, das Ehrenamt und die Jugendarbeit. Landrat Franz Löffler forderte abschließend, dass dieses Sonderförderprogramm auch im nächsten Doppelhaushalt des Freistaates Bayern in mindestens gleicher Höhe weitergeführt werden muss.


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