22.07.2019, 17:34 Uhr

Wissen vernetzen Wirtschaft trifft Wissenschaft und Verwaltung

Hubert Süß, Betriebsleiter der Arges GmbH, führte die Referenten Michael Zankl vom Beratungsbüro Oberpfalz und Prof. Dr. Thomas Falter von TRIO zusammen mit dem IHK-Gremium rund um IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, Gremiumsvorsitzendem Hubert Döpfer und Gremiumsgeschäftsführer Manuel Lischka (v.l.) durch die Produktion des Wackersdorfer Technologieunternehmens, das mit seinen rund 100 Mitarbeitern auf die Führung und Formung von Laserstrahlern spezialisiert ist. (Foto: Bayreuther)Hubert Süß, Betriebsleiter der Arges GmbH, führte die Referenten Michael Zankl vom Beratungsbüro Oberpfalz und Prof. Dr. Thomas Falter von TRIO zusammen mit dem IHK-Gremium rund um IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, Gremiumsvorsitzendem Hubert Döpfer und Gremiumsgeschäftsführer Manuel Lischka (v.l.) durch die Produktion des Wackersdorfer Technologieunternehmens, das mit seinen rund 100 Mitarbeitern auf die Führung und Formung von Laserstrahlern spezialisiert ist. (Foto: Bayreuther)

WDie Oberpfalz und der Landkreis Kelheim gehören zu den innovativsten Regionen in Bayern. Wie Wirtschaft und Wissenschaft noch mehr voneinander profitieren können, darüber diskutierten die Mitglieder des IHK-Gremiums Schwandorf in ihrer Sommersitzung mit Gastgeber Hubert Süß, Betriebsleiter der Arges GmbH in Wackersdorf, Prof. Dr. Thomas Falter vom Verbundprojekt „TRIO“ und Michael Zankl, Technologie- und Netzwerkmanager Bezirk Oberpfalz.

WACKERSDORF Gremiumsvorsitzender Hubert Döpfer riet den Firmen, die Angebote der Verbundpartner sowie der IHK selbst zu nutzen: „Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen in der Region lohnt sich die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Clustern, um innovative Ideen umzusetzen.“

Gemeinsam mehr erreichen

Wirtschaftswachstum gehe einher mit der Innovationskraft einer Region – und diese lasse sich an der Zahl von Patenten messen, so IHK-Abteilungsleiter Thomas Genosko. Laut IHK-Patentreport Bayern 2019 stammten 11,5 Prozent aller in Bayern angemeldeten Patente (Zahlen aus 2017) von Unternehmen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim. Spitzenreiter sei die Halbleiterindustrie mit bayernweit 55 Prozent aller angemeldeten Halbleiter-Patente. „In der Region gibt es zahlreiche innovationsrelevante Einrichtungen wie Hochschulen, Gründerzentren oder Branchencluster und der Landkreis Schwandorf liegt mittendrin. Für die Unternehmen vor Ort bedeutet das einen großen Vorteil im Hinblick auf Kooperationsmöglichkeiten“, sagte Genosko.

Prof. Dr. Thomas Falter stellte das gemeinsame Verbundprojekt „TRIO – Hochschulverbund Transfer und Innovation in Ostbayern“ der Hochschulen Regensburg, Amberg-Weiden, Deggendorf, Landshut, der Universität Passau und der Universität Regensburg vor. „,TRIO‘ soll Ostbayern innovativer machen und den Wissens- und Technologietransfer zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft aktiv fördern“, betonte der wissenschaftliche Leiter an der OTH Regensburg. Der direkte Austausch über konkrete Projekte bringe Wirtschaft und Wissenschaft näher zusammen, ist sich Falter sicher. Durch TRIO hätten Betriebe innerhalb kürzester Zeit den Kontakt zu Fachexperten an den Hochschulen zur Hand. So können innovative Ideen und Ansätze schnell in die Praxis umgesetzt werden, die vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt nötig sind. Denn: „Die Verzahnung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wird zum entscheidenden Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit“, zeigte sich Döpfer sicher.

Risiken abfedern

Wie Technologieförderprogramme auf dem Weg zur Innovation helfen können, erklärte Michael Zankl vom Beratungsbüro Oberpfalz. Innovative Ideen erfordern oft viel Zeit und Aufwand bis zur Umsetzung, so der Technologie- und Netzwerkmanager. Nicht jeder Ansatz führe zum Ziel. Damit einhergehende Risiken abgefedert werden können, empfiehlt der Experte, Förderprogramme in Anspruch zu nehmen: „Das Beratungsbüro für die Oberpfalz mit Informationsstellen in Cham und Weiden gibt Firmen eine Einschätzung über mögliche Fördergelder und unterstützt sie von Anfang an bei ihren Forschungs- und Entwicklungsprojekten.“ Auch für kleine und mittlere Unternehmen sei ein internes Innovationsmanagement von Vorteil, damit Ideen nicht im Sand verlaufen.


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