16.07.2019, 08:36 Uhr

Nominierungsversammlung Die CSU im Landkreis Regensburg kürt Rainer Mißlbeck mit 99,4 Prozent zum Landratskandidaten


Eine große Überraschung war eigentlich nicht zu erwarten an diesem Montagabend, 15. Juli, in Barbing – hatte doch Rainer Mißlbeck aus Wenzenbach ein einstimmiges Votum des CSU-Kreisvorstandes hinter sich, mit dem er entspannt in diesen Abend gehen konnte. Letztlich fielen dem 47-Jährigen dann doch einige Steine vom Herzen, als Wahlleiter Dr. Harald Müller das Ergebnis bekanntgab: 174 Stimmen waren abgegeben worden, 173 waren gültig, bei nur einer Nein-Stimme konnte Mißlbeck 172 Stimmen für sich verbuchen – das waren 99,4 Prozent.

LANDKREIS REGENSBURG Zuvor hatte der Vorsitzende der CSU im Landkreis Regensburg, der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer, für den Kandidaten geworben: Rainer Mißlbeck sei bürgernah, kompetent, menschlich und führungsstark, er könne zuhören und anpacken, er sei leidenschaftlich und doch bodenständig. Er verkörpere das C, das S und das U der Christlich-Sozialen Union und sei daher ein gutes Aushängeschild für die CSU im Landkreis Regensburg.

Mißlbeck selbst berichtete, dass es zunächst gar nicht so einfach gewesen sei, eine Entscheidung zur Frage, ob er Landratskandidat für die CSU werden wolle, zu treffen. Er habe viele Gespräche mit der Familie und den Kollegen in seiner Firma geführt – letztlich habe er eine große Überzeugung und Motivation gespürt: „Ich will Landrat werden“, rief der 47-Jährige den Delegierten entgegen – und die quittierten das mit viel Applaus. Er sehe eine gute Chance, dass es ab 2020 wieder einen schwarzen Landrat im Landkreis Regensburg gibt, betonte Mißlbeck. Er wolle die Kompetenzen, die es in der Landkreis-CSU gibt, nutzen und zusammenführen. Schon jetzt habe er bei einigen Terminen großen Rückhalt in der Partei gespürt. Doch nicht nur in der Partei findet Mißlbeck Zustimmung für seine politischen Pläne: Er dankte seiner Frau Elisabeth – ohne deren Unterstützung hätte er den Schritt zur Kandidatur nicht gewagt. Als Schwerpunktthemen machte Mißlbeck die Digitalisierung, die Energiepolitik und die Mobilität aus. 75.000 Einpendler jeden Tag nach Regensburg, die durch den Landkreis fahren – hier müsse sich etwas tun. Sehr wichtig ist Mißlbeck der Schulterschluss mit der Stadt. Hier habe er sich bereits mit der designierten OB-Kandidatin der CSU, Dr. Astrid Freudenstein, ausgetauscht, denn Politik ende nicht an der Grenze zwischen Stadt und Landkreis, man müsse sich als Region verstehen und die Themen gemeinsam angreifen – manches vielleicht sogar überregional über den Landkreis hinaus. „Ich habe den festen Willen, Landrat zu werden“, schloss Mißlbeck – das brachte ihm Standing Ovations und einen langen Applaus der Delegierten ein.

Mit 99,4 Prozent Zustimmung schickten die Delegierten Rainer Mißlbeck schlussendlich ins Rennen um den Landratsposten. „Ich bin überwältigt vom Wahlergebnis“, so Mißlbeck, er versprach, der „fleißigste Wahlkämpfer“ zu sein.

Im Herbst stellt die Landkreis-CSU dann die Kreistagsliste auf, hier gebe es für die 70 Plätze über 100 Vorschläge aus den Ortsverbänden, berichtete Peter Aumer. Man wolle Mißlbeck unterstützen – „ein Landratskandidat alleine schafft es nicht“.


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