13.07.2019, 23:05 Uhr

Politik Sylvia Stierstorfer reiste zu einem Arbeits- und Informationsbesuch nach Berlin

Sylvia Stierstorfer. (Foto: Barbara Rötzer )Sylvia Stierstorfer. (Foto: Barbara Rötzer )

Politik für Aussiedler und Vertriebene ist eine gesamtdeutsche Aufgabe. Deshalb ist der Austausch zwischen Bayern und Berlin von herausragender Bedeutung.

PFATTER/MÜNCHEN Entsprechend stattete die Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, der Bundeshauptstadt am 9. und 10. Juli einen ersten Arbeits- und Informationsbesuch ab, um sich vor Ort über die Aktivitäten der Bundesebene in der Vertriebenen- und Aussiedlerpolitik zu informieren und sich mit Vertretern bedeutender Einrichtungen der Kulturpflege, Erinnerungs- und Verständigungsarbeit auszutauschen.

Höhepunkt des Arbeitsbesuchs war der Besuch der Beauftragten bei der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und deren Direktorin Dr. Gundula Bavendamm. Die Stiftungsdirektorin erläuterte Stierstorfer den Arbeitsauftrag der Stiftung und das Konzept der Dauerausstellung. Diese legt den Schwerpunkt auf Flucht und Vertreibung der Deutschen. Das neue Dokumentationszentrum, mit dem die Stiftung eine breitere Öffentlichkeit für das Thema Flucht und Vertreibung zu sensibilisieren hofft, wird voraussichtlich 2021 seine Pforten öffnen. Die Beauftragte würdigte die Bedeutung der Erinnerungs-, Gedenk- und Bildungsarbeit der Stiftung und zeigte sich mit Dr. Bavendamm einig, dass man gemeinsam alles tun müsse, um Interesse gerade auch bei jenen zu fördern, die keinen Bezug zu diesem wichtigen Kapitel deutscher und europäischer Geschichte haben.

Weiter traf Stierstorfer in Berlin mit Maria Bering, für den Bereich „Geschichte, Erinnerung“ zuständige Gruppenleiterin der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zusammen, die sie über die aktuellen Maßnahmen des Bundes zur Förderung der Kulturarbeit gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes unterrichtete, über die geltenden Förderrichtlinien informierte und das Konzept der regional tätigen Kulturreferenten für die früheren deutschen Siedlungsgebiete im Osten darlegte. Die Beauftragte zeigte sich überzeugt, dass diese im Zuge ihrer engen Zusammenarbeit mit den Landsmannschaften viel für die Förderung des Kulturerbes, wissenschaftliche Erkenntnis und nachhaltige Verständigung erreichen können.

Abschließend legten Renata Trischler als Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten und Winfried Smaczny, Vorstandsvorsitzender des „Deutsches Kulturforum östliches Europa“, bei einem Treffen mit der Beauftragen und Sven Oole, Geschäftsführer der Gruppe der Aussiedler, Vertriebenen und deutschen Minderheiten der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Grundzüge ihrer Arbeit dar. Stierstorfer zeigte sich beeindruckt von den Leistungen beider Einrichtungen und kündigte an, das Kulturforum bei nächster sich bietender Gelegenheit in Potsdam besuchen zu wollen. „Es ist großartig, wie Sie die Tür nach Osten öffnen und stets auch offen halten, mit welchem Engagement Sie Verständigung leben, die Jugend gewinnen und mit ihrer Arbeit und ihren Publikationen das deutsche Kulturerbe im Osten lebendig werden lassen“, so die Beauftragte.


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