03.07.2019, 00:21 Uhr

Über 1.800 Meldungen in sechs Wochen Großes Interesse bei Bürgerinnen und Bürgern am Online-Portal zum Radmobilitätskonzept

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Auf eine hervorragende Resonanz stieß das Online-Beteiligungsportal des Landkreises zum neuen Radmobilitätskonzept. Vom 17. Mai bis zum 30. Juni – also innerhalb von sechs Wochen – gingen 1.130 Bürgerinnen und Bürger auf die dafür eingerichtete Internetseite der Landkreis-Homepage und trugen 1.829 Meldungen in das Portal ein.

LANDKREIS REGENSBURG Der Großteil der Hinweise und Anregungen - so eine erste Grobsichtung des beauftragten Projektbüros RK-V, Frankfurt/Main - bezog sich auf die Kategorie „Neue Verbindungen“, gefolgt von „Bestehende Verbindungen verbessern“ und „Gefahrenstellen beseitigen“. Im nächsten Verfahrensschritt wird das Projektbüro jetzt eine detaillierte Auswertung vornehmen.

„Das große Interesse an der Online-Beteiligung“, so Landrätin Tanja Schweiger, „bestätigt die deutlich zunehmende Bedeutung des Themas Radmobilität für den Raum Regensburg. Die Radmobilität wird als wichtiger Bestandteil eines Mobilitätskonzeptes gesehen, die einen substantiellen Beitrag leisten kann zur Bewältigung der großen Herausforderungen im Verkehrsbereich. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich hier aktiv eingebracht haben. Mit diesem überzeugenden Votum der Bürgerinnen und Bürger werden wir das Projekt weiterhin engagiert vorantreiben.“

Wie das Projektbüro RK-V mitteilte, habe der Landkreis Regensburg mit 1.829 Einträgen die höchste Rückmeldungsquote aller sieben Landkreise in Deutschland erreicht, in denen das Büro bisher Online-Umfragen durchgeführt habe. Der zweitbeste Landkreis – der Landkreis Fulda mit einer Bevölkerungszahl von über 220.000 – habe 400 Meldungen weniger gehabt als der Landkreis Regensburg mit seinen 192.000 Bürgerinnen und Bürgern.

Weiteres Vorgehen

Mitte Juli finden an den Realschulen Regenstauf und Neutraubling Workshops für Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Jahrgangstufen aller Schularten der Schulstandorte Regenstauf und Neutraubling statt. Dies, um die besonderen Belange des Schüler-Radverkehrs in das Konzept einfließen lassen zu können. Mit der bereits erstellten Bestandsaufnahme der Radwege und der Abstellanlagen in der Region, sowie mit den Auswertungen der Radfahr-Unfallstatistiken und den jetzt vorliegenden Online-Beteiligungsportalvorschlägen wird sich noch im Juli eine –dafür eingerichtete- Steuerungsgruppe befassen. Danach wird das Planungsbüro mit allen Straßenbaulastträgern – also den 41 kreisangehörigen Gemeinden, dem Staatlichen Bauamt Regensburg, der Stadt Regensburg oder auch den Gemeinden in Nachbarlandkreisen - die Maßnahmenvorschläge erörtern und eine zeitliche und sachliche Priorisierung vornehmen. Danach erarbeitet das Büro mit den Straßenbaulastträgern und der Steuerungsgruppe Maßnahmenblätter mit konkreten Verbesserungs- oder Netzergänzungsvorschlägen. Am Ende entsteht dadurch ein integriertes – weil alle Zuständigkeitsbereiche einschließendes – Zielnetz für den gesamten Landkreis Regensburg, das dann im Frühjahr 2020 vorgestellt werden kann.


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