24.06.2019, 15:16 Uhr

90.000 Euro in drei Jahren gespendet Seit 54 Jahren setzt man sich für Kinder und Jugendliche ein – nun sind Regensburger „Tisch des Jahres“

(Foto: Markus Mielek/RT)(Foto: Markus Mielek/RT)

Viele bekannte Regensburger Gesichter waren bereits Mitglied im Service-Club Round Table 32 Regensburg. Seit nunmehr 54 Jahren setzt sich der Regensburger Tisch für Kinder und Jugendliche ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Alleine in den letzten drei Jahren haben die Regensburger knapp 90.000 Euro an soziale Projekte in der Region gespendet.

REGENSBURG Mit der Bananenflankenliga, einer deutschlandweit einzigartigen professionellen Fußballliga für geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendliche, haben die Regensburger Tabler in bisher über 20 Städten eine absolute Institution etabliert. Nun erhielten die Regensburger Tabler um ihren Präsidenten Thomas Neiswirth, dem Marketingleiter der Brauerei Bischofshof, die größte Auszeichnung, die Round Table Deutschland, der Mutterorganisation von Round Table in Deutschland, verleiht – den Titel „Tisch des Jahres“.

In den Worten des Round-Table-Deutschland-Präsidenten heißt es: „Der Round Table 32 Regensburg hat sich vorbildlich im Gedanken der Leitworte adopt, adapt, improve (annehmen, anpassen, verbessern) verdient gemacht und ist Vorbild für alle Tische von Round Table Deutschland. Für die Leistungen des Tisches wird er im Rahmen der Vollversammlung in Lingen von Round Table Deutschland ausgezeichnet als Tisch des Jahres. „Für uns ist das eine riesengroße Ehre. Wir tun all das nicht, um ausgezeichnet zu werden. Wir tun das, weil wir Kindern helfen möchten, die es auch verdient haben, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu bekommen. Umso schöner es ist dann, wenn wir für unsere Taten diese wunderbare Auszeichnung bekommen“, zeigt sich Neiswirth stolz.

Round Table unterscheidet sich von anderen Service-Clubs vor allem durch seine Altersgrenze. Die Mitglieder des ausschließlich aus Männern bestehenden Clubs sind im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Mit Vollendung des 40. Lebensjahres scheiden die Mitglieder automatisch aus dem Club aus. Das Tablerleben ist dann allerdings keineswegs zu Ende. Denn mit Old Tablers gibt es eine Nachfolgeorganisation, in der der Charity-Gedanke weiterlebt. „Wir haben das Glück, mit Old Tablers 232 Regensburg einen starken und engagierten Tisch zu haben, der uns tatkräftig unterstützt“, so Neiswirth. Mit dem kurz vor seiner Gründung stehenden Ladies´ Circle 96 Regensburg, der Schwesterorganisation von Round Table, haben die Regensburger eine weitere Stütze im der gemeinsamen Arbeit für soziale Zwecke.

Jeder Cent, den Round Table spendet, wurde von seinen Mitgliedern vorher durch eigener Hände Arbeit eingenommen. In den letzten Jahren machte sich der Club in Regensburg vor allem durch sein Regensburger Entenrennen einen Namen. Aber auch Stände auf dem Bürgerfest, Benefizkonzerte und Pfandsammelaktionen, dem sogenannten Pfandraising, in der Continental-Arena zählen zu den Aktivitäten des Tisches.

Was ist Round Table?

Round Table ist ein Serviceclub mit deutschlandweit rund 3.500 Mitgliedern, die an über 220 örtlichen Clubs, sogenannten „Tischen“, organisiert sind. Weltweit hat Round Table mehr als 40.000 Mitglieder in über 70 Ländern. Das Motto „Meeting old friends for the very first time“ wird bei Round Table international gelebt. Tabler verstehen sich als Freunde für’s Leben. Sie haben Freunde auf der ganzen Welt, völlig unabhängig davon, ob sie sich vorher schon einmal begegnet sind oder nicht. Tabler sind Freunde des Lebens und leben gerne und bewusst ihrer sozialen Verantwortung. Tabler sind sich bewusst, dass es vielen nicht so gut geht. Sie möchten ihre Lebensfreude teilen mit jenen, die nicht so viel Glück hatten oder haben.

Entstanden ist Round Table aus dem Geist des englischen Clublebens. Die Mitgliedschaft endet automatisch mit der Vollendung des 40. Lebensjahrs - so ist ein permanenter Zufluss von neuen Ideen gesichert. Kern der Round Table-DNA ist der Dienst an der Allgemeinheit. Tabler packen an, wo Politik und soziale Einrichtungen an Grenzen stoßen. Weitere Infos unter: www.rt32.round-table.de.


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