24.05.2019, 13:36 Uhr

Besuch bei der Deutschen Bundesbank Neue Euro-Scheine machen es Geldfälschern noch schwieriger

(Foto: Tobias Ehrmeier)(Foto: Tobias Ehrmeier)

Mehr als 17 Jahre sind seit der Einführung des Euro als Zahlungsmittel vergangen. Nun wird am Dienstag, 28. Mai, mit dem offiziellen Start der Ausgabe der 100-Euro- und 200-Euro-Scheine die Einführung der zweiten Euro-Banknotenserie abgeschlossen. Aus diesem Anlass lud die Deutsche Bundesbank am Freitag, 24. Mai, in die Filiale Regensburg zur Vorstellung der neuen Scheine ein und nutzte zudem die Gelegenheit, um Bilanz rund um das Thema der Geldfälschung zu ziehen.

REGENSBURG „Die Einführung ist eine Herausforderung für alle“, machte der stellvertretende Leiter der Filiale der Deutschen Bundesbank in Regensburg, Walter Räbiger, klar. Denn neben vielem bereits seit der Einführung der ersten Scheine der neuen Serie Bekanntem gibt es auch eine gravierende Neuerung. Die Größe der 100- Euro- und 200-Euro-Scheine wurde dem des 50-Euro-Scheins angepasst, sodass diese jetzt um einiges kleiner sind als zuvor. Was den Vorteil mit sich bringt, dass diese nun wesentlich leichter in den Standard-Geldbeutel passen und zudem das maschinelle Zählen erleichtert wird. Gleichzeitig macht es aber eine Umstellung der Geldautomaten sowie der Bezahlautomaten, wie beispielsweise die der Deutschen Bahn, notwendig. Da die Umstellung der Automaten noch nicht in allen Banken der Fall ist, „kann es sein, dass an den Automaten in der nächsten Zeit noch alte Scheine ausgegeben werden“, so Räbiger. Schlussendlich sollen die alten Scheine, wie bisher bei der Einführung der anderen Geldscheine auch, nach und nach aus dem Bargeldverkehr verschwinden. Die alten, noch im Umlauf befindlichen Scheine behalten dabei aber noch ihren Wert und werden nicht ungültig.

Zentral bei der Einführung der neuen Serie sei die verbesserte Fälschungssicherheit durch neue Sicherheitsmerkmale, wie zusätzliche Euro-Symbole in der Smaragdzahl links unten auf dem Schein sowie der neue Hologrammstreifen inklusive des neuen „Satellitenhologramms“. Aufgrund des Zusammenspiels aller Sicherheitsmerkmale sind so die meisten Fälschungen mit der bewährten Methode „Sehen, Fühlen, Kippen“ leicht zu erkennen. So habe man seit Beginn der Einführung der neuen Banknotenreihe einen starken Rückgang der Fälschungen verzeichnet. Man habe dabei, was die Zahlen angeht, „nie die Höhe der alten Serie erreicht“, versichert Räbiger.

Eine neue 500-Euro-Banknote wird es nicht geben. Der Rat der Europäischen Zentralbank hatte im Mai 2016 aus Gründen der Bekämpfung von Geldwäsche, Kriminalität und Terrorismus beschlossen, die Ausgabe mit Einführung der neuen 100- und 200-Euro-Noten einzustellen. Im Umlauf befindliche 500-Euro-Scheine behalten jedoch ihren Wert auf Dauer und können weiterhin als Zahlungsmittel verwendet werden.


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