10.04.2019, 12:23 Uhr

Von April bis Herbst 2019 Das Verkehrsministerium erfasst flächendeckend den Zustand von Bayerns Staatsstraßen

Messung der Ebenheit und Erstellung von Bildern. (Foto: A. Steneberg)Messung der Ebenheit und Erstellung von Bildern. (Foto: A. Steneberg)

Bayerns Staatsbauverwaltung erfasst und bewertet in diesem Jahr wieder den Zustand aller Staatsstraßen in Bayern. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren, nach dem alle vier Jahre etwa 14.100 Kilometer Staatsstraßen erfasst und bewertet werden.

BAYERN Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart: „Die Erhaltung unseres Staatsstraßennetzes ist eine zentrale Aufgabe der Bayerischen Staatsbauverwaltung. Die Zustandserfassung ist für uns dabei essentiell, denn sie bildet die Grundlage für die Wahl der richtigen Erhaltungsmaßnahmen in unserem Staatsstraßennetz. Darüber hinaus liefert sie wichtige Erkenntnisse für die Verkehrssicherheit, beispielsweise über die Griffigkeit und Spurrinnentiefe der Straßen. Dieses Wissen hilft uns, die Sicherheit auf Bayerns Straßen zu gewährleisten und weiter zu verbessern.“

Die sogenannte Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) wurde auf den Staatsstraßen in Bayern erstmals 1996 angewendet. Die Straßen werden mit speziellen Messfahrzeugen befahren. Ein Fahrzeug misst, wie eben die Straßenoberfläche ist und erstellt Bilder. Damit können Risse, Flickstellen oder Ausbrüche visuell ausgewertet werden. Ein zweites Messfahrzeug misst die Griffigkeit der Straßen. Nach der Erfassung der Daten werden diese zunächst einer umfassenden Prüfung unterzogen. Die geprüften Daten werden dann ausgewertet und den Staatlichen Bauämtern zur Verfügung gestellt.

Neben dem Zustand der Straßen prüfen speziell ausgebildete Ingenieure in einem dreijährigen Rhythmus auch den Zustand aller Brücken im Zuge von Staatsstraßen. Die Ergebnisse der ZEB und die Ergebnisse der Brückenprüfungen bilden die Grundlagen für die Erhaltungsplanung der Staatlichen Bauämter. Reichhart: „Die Erkenntnisse aus der ZEB sind von entscheidender Bedeutung, um mit den Haushaltsmitteln, die für die Erhaltung des Staatsstraßennetzes zur Verfügung stehen, einen möglichst großen Nutzen zu erzielen.“ Die Staatlichen Bauämter stellen jährlich ein Programm mit Erhaltungsmaßnahmen auf, die baulich realisiert werden sollen. Neben dem Zustand der Straßen und Brücken werden hierbei beispielsweise auch die Verkehrszahlen oder das Unfallgeschehen in der Programmaufstellung und Priorisierung von Erhaltungsmaßnahmen berücksichtigt.

Parallel zu der ZEB auf den Staatsstraßen führt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in diesem Jahr auch eine ZEB auf den Bundesstraßen in Bayern durch.


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