29.03.2019, 16:53 Uhr

Hemmnisse abbauen Sylvia Stierstorfer: „Schulgeldfreiheit kommt 2019/2020 – Bayern geht in Vorleistung zum Bund“

(Foto: Büro MdL Sylvia Stierstorfer)(Foto: Büro MdL Sylvia Stierstorfer)

„Die Schulgeldfreiheit für Heilmittelerbringer kommt wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Wir bauen Hemmnisse wie etwa die hohen Ausbildungskosten ab und schaffen damit Anreize, um mehr junge Menschen für die Gesundheitsfachberufe zu begeistern. Die erforderlichen Mittel werden von uns im Doppelhaushalt 2019/2020 bereitgestellt. Das hilft auch der Gesundheitsversorgung im Landkreis Regensburg“, sagt die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer.

REGENSBURG Einen entsprechenden Änderungsantrag haben die Regierungsfraktionen jetzt im Landtag eingereicht. Die Abgeordnete hatte sich bereits im letzten Jahr zusammen mit ihrem Kollegen Klaus Holetschek, MdL und dem Bundesvorsitzenden des VDB-Physiotherapieverbandes, Marcus Troidl, massiv dafür eingesetzt, dass die Schulgeldfreiheit in Bayern kommt und die Schülerinnen und Schüler damit entlastet werden. Der Austausch mit privaten Berufsfachschulen, dem VDB sowie den Schülerinnen und Schülern hätten gezeigt, dass bei den zusätzlichen freiwilligen Fördermitteln (Gesundheitsbonus) zur staatlichen Refinanzierung der Schulen nochmals nachgebessert werden muss, um eine Schulgelderhebung obsolet zu machen. „Ich bin froh, dass wir nun eine Lösung gefunden haben, die für die Schüler und Schulen – und damit auch für die Patienten und letztlich uns alle – sehr gut ist“, betont Sylvia Stierstorfer. „Um eine echte Schulgeldfreiheit zu ermöglichen, stellen wir 2019 zusätzlich 9,4 Millionen Euro und im Folgejahr weitere 9,6 Millionen Euro bereit“, rechnet Stierstorfer vor.

Auf Betreiben der CSU wurde bereits im Koalitionsvertrag der Großen Koalition in Berlin die Abschaffung des Schulgeldes für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen vereinbart. „Für die Zeit bis zum Inkrafttreten entsprechender bundesrechtlicher Regelungen gehen wir in Bayern in Vorleistung, um Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Masseure, medizinische Bademeister, Podologen und andere Heilberufe zu unterstützen. Wir machen damit das Berufsfeld wieder attraktiver“ sagt Sylvia Stierstorfer. Die neue Förderung kann rückwirkend zum Schulhalbjahr 2018/2019 ausbezahlt werden, sobald der neue Doppelhaushalt im Bayerischen Landtag verabschiedet wurde. Stierstorfer rechnet damit Mitte Mai. Die Abwicklung findet direkt zwischen Schulen und dem Freistaat statt.


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