21.03.2019, 09:00 Uhr

Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht Vorabzahlen bestätigt – Krones setzte 2018 das Umsatzwachstum fort

(Foto: Krones AG)(Foto: Krones AG)

Krones veröffentlicht den Geschäftsbericht 2018 und bestätigt die Vorabzahlen: Krones, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, ist 2018 trotz schwieriger Bedingungen weiter gewachsen. Als Full-Service-Anbieter profitierte das Unternehmen von seinem umfangreichen Produkt- und Serviceangebot und der breiten internationalen Aufstellung.

NEUTRAUBLING Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent von 3.691,4 Millionen Euro auf 3.854 Millionen Euro. Die im Herbst 2018 angepasste Prognose von vier Prozent Umsatzanstieg hat das Unternehmen damit erreicht. Das operative Umsatzwachstum (das heißt bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte) war rund fünf Prozent. In Europa, China und Südamerika/Mexiko erzielte Krones teils kräftige Erlöszuwächse. Rückläufig war der Umsatz in den Regionen Asien/Pazifik, Mittlerer Osten/Afrika sowie in Nord- und Mittelamerika.

Der Auftragseingang legte 2018 trotz des hohen Vorjahreswertes um 4,5 Prozent von 3.786,8 Millionen Euro auf 3.957,3 Millionen Euro zu. Überproportional stieg der Wert der Bestellungen in West- und Osteuropa sowie in China. Ende 2018 hatte Krones Aufträge im Wert von 1.261,1 Millionen Euro in den Büchern. Damit wurde der sehr hohe Vorjahreswert um 1,7 Prozent übertroffen. Krones investierte 2018 unverändert in den Ausbau der Belegschaft, größtenteils in die Erweiterung des Global Footprint. Mit 16.545 Mitarbeitern beschäftigte das Unternehmen Ende 2018 weltweit 1.246 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Rund 400 davon stammen aus Akquisitionen.

Das Ergebnis von Krones wurde 2018 maßgeblich von gestiegenen Kosten für Material und Personal beeinflusst. In der EBT-Marge von 5,3 Prozent sind Sonderaufwendungen, hauptsächlich für Reorganisationen, in Höhe von etwa 42 Millionen Euro enthalten. Wären diese Aufwendungen 2018 nicht angefallen, läge die EBT-Marge bei 6,4 Prozent. Den größten Anteil daran haben Kosten für Maßnahmen, die mit dem Aufbau des Produktionsstandortes in Ungarn zusammenhängen. Insgesamt ging 2018 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent oder 54,5 Millionen Euro auf 204,3 Millionen Euro zurück (EBT-Marge: 5,3 Prozent).

Das Ergebnis verringerte sich in beiden Unternehmenssegmenten. Im Kernsegment „Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung“ ging das EBT im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent von 263,3 Millionen Euro auf 223,3 Millionen Euro zurück. Dabei wurde das Segmentergebnis mit rund 25 Millionen Euro durch Aufwendungen für Reorganisationen belastet. Im Segment „Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik“ verschlechterte sich das EBT von minus 4,5 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 19 Millionen Euro. Wesentlicher Grund hierfür waren die Sonderaufwendungen von insgesamt rund 17 Millionen Euro.

Von Oktober bis Dezember 2018 konnte Krones das Working Capital deutlich reduzieren. Dies wirkte sich positiv auf den Free Cashflow aus. Er verbesserte sich im Gesamtjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 271,4 Millionen Euro auf 120,7 Millionen Euro (Vorjahr: minus 150,7 Millionen Euro). Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz entwickelte sich leicht besser als erwartet und blieb 2018 stabil bei 27,3 Prozent. Die Nettoliquidität erhöhte sich zum Bilanzstichtag 2018 auf 215,1 Millionen Euro (Vorjahr: 157,4 Millionen Euro). Aufgrund der angestiegenen Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote des Unternehmens leicht auf 43,2 Prozent (Vorjahr: 43,8 Prozent) zurück. Insgesamt weist Krones weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Mit den genannten Zahlen bestätigt Krones die am 21. Februar 2019 veröffentlichten Vorabzahlen. Wesentliche Änderungen gab es im Verlauf der Wirtschaftsprüfungstätigkeiten nicht. Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 1,70 Euro je Aktie erhalten. Vorstand und Aufsichtsrat von Krones werden der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 1,70 Euro je Aktie vorschlagen. Die geplante Ausschüttung beträgt 35,7 Prozent des Konzerngewinns. Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2019 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent.

Um die mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen, wird Krones auch 2019 weiter an einer zukunftsfähigen globalen Struktur arbeiten. Bei den Materialeinkaufspreisen erwartet das Unternehmen 2019 keine spürbaren Entlastungen, das gilt auch für die Personalkosten. Die Preiserhöhungen von Krones für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik zum 1. Mai 2018 dürften im Geschäftsjahr 2019 leicht positive Ertragseffekte haben. Insgesamt erwartet Krones für 2019 eine EBT-Marge von rund sechs Prozent. Vor allem durch den Fokus auf die Steigerung des Preisniveaus sieht Krones, in der jetzigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage, das Erreichen der Ziele für 2019 mit größeren Unwägbarkeiten als in der Vergangenheit. Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet Krones 26 Prozent.


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