05.02.2019, 11:23 Uhr

Es geht um Menschenleben 1.491 Mal musste der Rettungshubschrauber in Regensburg ausrücken und Leben retten

Der Rettungshubschrauber im Einsatz. (Foto: Maike Glöckner/ DRF)Der Rettungshubschrauber im Einsatz. (Foto: Maike Glöckner/ DRF)

Die Nachtflugexpertise der DRF Luftrettung ist mehr und mehr gefragt: Im Jahr 2018 stieg die Anzahl nächtlicher Einsätze der rot-weißen Hubschrauber um zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein Christoph Regensburg bestritt 1.491 Einsätze - es ging um Leben und Tod.

Mit zehn Stationen betreibt die DRF Luftrettung die meisten 24-h-Stationen in Deutschland. Europaweit hat sie die größte Erfahrung zum Thema Nachtflug, mit den meisten Flugstunden bei Dunkelheit. Auch in der Gesamtbilanz der Tag- und Nachteinsätze verzeichnet die gemeinnützige Organisation eine Zunahme: Bundesweit wurde sie zu 37.704 Einsätzen alarmiert (2017: 36.283 Einsätze).

„Nächtliche Rettungseinsätze – darin verfügt die DRF Luftrettung über besondere Erfahrung“, unterstreicht Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. „Wir treiben die Entwicklung in diesem Bereich nachdrücklich voran. Die Luftrettung trägt erheblich dazu bei, dass die Menschen in Deutschland zu jeder Tages- und Nachtzeit schnellstmöglich notärztlich versorgt und in eine für sie optimal geeignete Klinik gebracht werden“, sagt Dr. Peter Huber. Dies spielt besonders bei schweren Verletzungen nach Unfällen oder akuten Herzerkrankungen eine lebensrettende Rolle – den häufigsten Alarmierungsgründen zu Notfalleinsätzen der DRF Luftrettung, auch nachts.

Das Nachtflugkonzept der DRF Luftrettung umfasst für den Flug bei Dunkelheit eigens modifizierte Hubschrauber, den Einsatz von zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung, ein Satellitennavigationssystem mit digitaler Karte, die Einhaltung spezieller Anflugprofile sowie den Einsatz von Nachtsichtbrillen und Hochleistungsscheinwerfern.

„Wir bieten professionelle Luftrettung aus einer Hand. In allen Bereichen legen wir höchste Maßstäbe an unsere Arbeit an“, so Dr. Huber weiter. „Wir bilden unsere Piloten mit eigenen Fluglehrern weiter, beispielsweise im Einsatz der Nachtsichtbrillen oder für neue Hubschraubermuster. Auch für die Entwicklungen in der Notfallmedizin setzen wir uns ein: Wir testen regelmäßig neue medizinische Geräte an Bord unserer Hubschrauber und führen sie, wenn sie ihren Nutzen für unsere Patienten bewiesen haben, an allen Stationen ein. Sollten für die Nutzung neuer Geräte Umbauten an Hubschraubern nötig sein, können diese in unserem Entwicklungsbetrieb vorgenommen werden.“

Die DRF Luftrettung setzt an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Ihre fliegenden Intensivstationen sind mit modernster Medizintechnik ausgestattet. Zehn der Stationen sind rund um die Uhr einsatzbereit. Zudem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer weiteren Station mit Tag- und Nachtflugbetrieb in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Die Besatzungen der österreichischen ARA Flugrettung, die zur DRF Luftrettung gehört, leisteten 2018 an den Stationen in Fresach (Kärnten) und Reutte (Tirol) insgesamt 1.900 Einsätze. Über die Hubschrauberrettung hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen mit erfahrenem medizinischem Personal Patienten aus dem Ausland nach Deutschland zurück. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 300 Einsätze durchgeführt und dabei 48 Länder angeflogen.

DRF Luftrettung (Foto: DRF Luftrettung)

Die bayerischen Hubschrauber der DRF Luftrettung waren 2018 oft am Himmel über dem Freistaat zu sehen: Insgesamt 6.340-mal wurden die fünf in München, Nürnberg, Regensburg und Weiden stationierten Maschinen alarmiert, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen (2017: 6.352 Einsätze). Drei der Hubschrauber sind rund um die Uhr einsatzbereit, als einzige Luftrettungsmittel im Land. Gemeinsam leisteten die Stationen München, Nürnberg (ITH) und Regensburg nachts 997 Einsätze.