26.01.2019, 09:33 Uhr

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Illegale Schlachtung – Hängebauchschwein im Wald abgestochen und andere beschuldigt!

Zwei Hängebauchschweine wurden Opfer einer illegalen Schlachtung. (Symbolfoto) (Foto: 123rf.com)Zwei Hängebauchschweine wurden Opfer einer illegalen Schlachtung. (Symbolfoto) (Foto: 123rf.com)

Unfassbar, was sich da zwei Männer geleistet haben - in Mintrachting schlachteten sie zwei Hängebauchschweine. Als sie dabei vom Veterinäramt gestört wurden, zeigten sie das Vergehen selbst an - doch die Polizei fiel nicht darauf rein!

REGENSBURG Es ist ein kurioser Fall, den die Polizeiinspektion Neutraubling meldet. Am Freitag, 25. Januar, seien die Beamten von einem Anrufer darüber informiert worden, dass zwei Hängebauchschweine in einem Waldstück bei Mintraching illegal geschlachtet worden seien. Der Anrufer teilte mit, dass zwei frei lebende Hängebauchscheine in dem Gehölz angeblich von Unbekannten erstochen worden seien. In Deutschland gelten für Hausschlachtungen strenge Regeln - so muss ein Tierarzt die Schlachtung freigeben, das Fleisch muss zudem untersucht werden und das Fleisch darf ausschließlich für den häuslichen Gebrauch verwendet und nicht in den Umlauf gebracht werden.

Die Neutraublinger Polizei nahm sich jedenfalls des ungewöhnlichen Falls an, eine Streifenbesatzung besichtigte das Waldstück bzw. den „Tator“, wie die Polizei das selbst nennt. Doch dort wartete bereits die Veterinärin des Landratsamtes Regensburg auf die Polizeibeamten. Wie die Polizei mitteilte, soll der Anrufer selbst zusammen mit einem Bekannten die ihm anvertrauten Hängebauchschweine abgeschlachtet haben. Dabei sei er, so die Polizei, von der Veterinärin gestört worden. „Da sie weder eine Genehmigung zur Freilandhaltung noch zur Schlachtung der Tiere hatten, äußerten die Täter, dass jemand anderes die Schweine getötet habe“, teilt die Polizeiinspektion Neutraubling mit.

Offenbar war die Schlachtung ziemlich brachial, denn wie die Polizei weiter berichtet, wurde nicht nur aufgrund der fehlenden Genehmigung, sondern auch aufgrund der Art und Weise der Schlachtung ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Doch dem nicht genug: Offenbar hielt der Mann noch weitere Tiere in dem Waldstück: Ziegen, Hasen und Hühner seien dort ebenfalls gefunden worden. Das Veterinäramt hatte ein Halteverbot auferlegt, die Tiere müssen nun entfernt werden, wie die Polizei schließt.