11.01.2019, 13:38 Uhr

Mietpreise Geschenk zur Neujahrs-Rede – Regensburg verdoppelt Sozialquote

Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und der frühere Oberbürgermeister Hans Schaidinger.c (Foto: ce)Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und der frühere Oberbürgermeister Hans Schaidinger.c (Foto: ce)

Die Stadt Regensburg wird die Sozialquote bei Neubauten von bisher 20 auf 40 Prozent erhöhen. Das kündigte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer auf dem Neujahrsempfang der Stadt an.

REGENSBURG Wörtlich sagte die SPD-Politikerin: „Die Vorgabe der Stadt, dass bei großen privaten Wohnungsbauvorhaben 20 Prozent des Wohnraums mit öffentlicher Förderung entstehen müssen, zeigt bereist erste Erfolge“, so Maltz-Schwarzfischer. „Es darf natürlich gerne auch noch mehr sein – deshalb werden wir diese Quote deutlich erhöhen. Und zwar auf 40 Prozent“, so die Bürgermeisterin. Damit müssen private Bauträger künftig deutlich mehr Sozialwohnungen bauen. „Ich halte es persönlich für nicht hinnehmbar, wenn ganz normal verdienende Alleinerziehende, Paare oder Familien bis zu 50 Prozent ihres Einkommens für dieses elementare Grundbedürfnis ausgeben müssen“, so Maltz-Schwarzfischer in ihrer Ansprache.

Das Thema erschwingliche Mieten war das Mega-Wahlkampfthema bei der letzten Kommunalwahl. Eines der Projekte, bei denen sowohl sozialer Wohnungsbau als auch preislich gedeckelte Eigentumswohnungen umgesetzt wurden, war das in der Nibelungenkaserne. Weil die Vergabe an den Bauträger Volker Tretzel umstritten ist, muss sich derzeit der suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vor Gericht verantworten.