04.11.2018, 16:47 Uhr

Politik Koalitionsvertrag steht – Freie Wähler setzen Aus für die Flutpolder durch

Bei einer Veranstaltung in Barbing taten Flutpolder-Gegner ihren Unmut kund. Foto: uh (Foto: Ursula Hildebrand)Bei einer Veranstaltung in Barbing taten Flutpolder-Gegner ihren Unmut kund. Foto: uh (Foto: Ursula Hildebrand)

„Es ist geschafft: Die Flutpolder bei Wörthhof und Eltheim sind Geschichte, die Planungen werden gestoppt“ – mit dieser guten Nachricht haben sich Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt und Landrätin Tanja Schweiger heute unmittelbar nach Annahme des Koalitionsvertrages aus München gemeldet.

LANDKREIS REGENSBURG Für beide ist das „ein klarer Erfolg der Freien Wählern: Wir hatten ein klares Nein versprochen – ohne Wenn und Aber. Wir haben Wort gehalten!“, so Gotthardt. Auch die Landrätin ist erleichtert: „Eine über zwölfjährige Hängepartie wendet sich zum Guten für uns, für unsere Bürgerinnen und Bürger im östlichen Landkreis, für unsere ganze Region.“ Mindestens ebenso wichtig ist den beiden nun „die ebenfalls angedeutete Trendwende hin zum dezentralen Hochwasserschutz – darin liegt die Lösung.“

Konkret heißt es in dem zwischen Freien Wählern und der CSU am Sonntag vereinbarten Koalitionsvertrag: „Das Flutpolderkonzept werden wir ohne die Standorte Bertholdsheim und Eltheim/Wörthhof weiterverfolgen.“ Eingebracht hatten das die Freie Wähler – denn, das ist Tanja Schweiger und Tobias Gotthardt wichtig: „Die CSU-Position lautete noch vor wenigen Wochen, man wolle weitere Gutachten abwarten und erst dann entscheiden.“

„Das macht auch deutlich, wie hart wir fürs sofortige Aus kämpfen mussten“, weiß Tanja Schweiger zu berichten. Genau das aber habe die Delegation unter der Leitung von Hubert Aiwanger getan: „Das Thema war und ist uns ein Herzensanliegen – entsprechend haben wir dafür gekämpft und Wort gehalten,“ sagt Gotthardt. Wie schwierig die Verhandlungen gewesen seien, zeige sich auch daran, „dass ganz konkret nur drei Flutpolder ausgenommen wurden – grundsätzlich aber an dem Flutpolderkonzept festgehalten werden soll. Sinnvoller Weise mit deutlich mehr Fokus auf Gewässerrückhalt in der Fläche.“

Dieser Erfolg, so Landrätin Tanja Schweiger, sei „vor allem auch dem unermüdlichen Einsatz der betroffenen Bürger und Anlieger“ zu verdanken. „Gemeinsam ist es uns gelungen, dem unsinnigen Megaprojekt Flutpolder den Hahn abzudrehen“, sagt Gotthardt.