25.10.2018, 15:10 Uhr

Investition von 550.000 Euro Aus Sicherheitsgründen: Rewag verlegt Gashochdruckleitung unter dem Regen

(Foto: Tino Lex für Rewag)(Foto: Tino Lex für Rewag)

Als Gasversorger ist die Rewag nicht nur dafür zuständig, ihre Kunden zuverlässig zu beliefern. Sie muss auch gewährleisten, dass die Versorgungsleitungen sicher und geschützt sind. Muss so eine Gasleitung einen Fluss überwinden, wurde das bislang oft mittels Leitungen an Brücken gelöst. Ein Unfall an der Regensburger Protzenweiherbrücke am Regen hat gezeigt, dass diese Methode risikobehaftet ist.

REGENSBURG Am 13. März 2008 hatte ein niederländisches Frachtschiff, dessen Ladekran nicht vollständig eingefahren war, die Gasleitung an der Brücke zerstört, dadurch eine Gas-Explosion ausgelöst und einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht der bis heute die Gerichte beschäftigt.

Was sich bei der Trinkwasserversorgung bewährt hat, wurde nun auch bei der Gasversorgung umgesetzt. Vom Busparkplatz in der Bäckergasse zur Thurnknopfstraße untertunnelt nun auf einer Strecke von 200 Metern ein weiterer Düker den Regen. In diesen haben die Experten vergangene Woche die neue Gashochdruckleitung eingeführt. Erneut greift hier die Rewag auf ein innovatives Verfahren der Firma Rädlinger primus line GmbH aus Cham zurück. Zunächst wurde mittels eines sogenannten Spülbohrverfahrens der Tunnel für den Düker gebohrt und dieser verlegt. In den Düker kam nun vergangene Woche ein Hochdruck-Gasschlauch der innen mit modifiziertem thermoplastischem Polyurethan (TPU) beschichtet ist. Diese Beschichtung ist speziell für Gashochdruckleitungen geeignet.

Ein Vorteil der Kombination aus Düker und TPU-Schlauch besteht darin, dass Kosten und Zeit gespart werden. Gashochruckleitungen werden gewöhnlich aus Sicherheitsgründen in Stahlrohren verlegt. Bei einer Flussunterquerung ist das schwierig. Dadurch, dass Stahl nur bedingt gekrümmt werden kann, wäre die zu überwindende Strecke sehr lang. Kein Problem bei einem Düker aus Kunststoff. Mit der aktuellen Methode fallen nur wenige Grabungsarbeiten an. Das bedeutet, dass weniger in Natur und Infrastruktur eingegriffen werden muss. Rund 550.000 Euro investiert die Rewag in diese Baumaßnahme und damit in die Versorgungssicherheit.


0 Kommentare