05.10.2018, 20:52 Uhr

Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ – rund 1,2 Millionen Euro für zwölf Gemeinden in der Oberpfalz

(Foto: qvist/123RF)(Foto: qvist/123RF)

Stadt- und Ortskerne von Kommunen erleben einen starken Wandel. In vielen Kommunen Bayerns gibt es Funktionsverluste oder Gebäudeleerstand. Wer sich nachhaltig für eine Belebung der Zentren einsetzt, erhält von Bund und Freistaat finanzielle Unterstützung.

REGENSBURG „Heuer können wir zwölf Gemeinden in der Oberpfalz mit rund 1,2 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm unterstützen“, teilte Bayerns Baustaatssekretär Josef Zellmeier heute mit. „Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen damit rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.“

Mit den Mitteln kann dieses Jahr beispielsweise in der Stadt Wörth an der Donau die Verbindung zwischen Altstadt und Schloss gefördert werden. Die Marktgemeinde Regenstauf gestaltet mit den Fördermitteln die Ortsdurchfahrt und zentrale Plätze neu. Förderziel ist neben Barrierefreiheit eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die Stadt Regensburg erhält in diesem Jahr weitere Finanzhilfen für die Umgestaltung der Fußgängerzone.

Das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet Innenstadt“ unterstützt bayernweit 113 Gemeinden. Bund und Freistaat bezuschussen die Kommunen 2018 dabei mit rund 28,5 Millionen Euro. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 44,6 Millionen Euro. Ziel des Programms ist eine bessere und vielfältigere Nahversorgung. Auch der soziale Zusammenhalt durch vielfältige Wohnformen und Infrastruktureinrichtungen soll gefördert werden. Zellmeier: „Wir wollen damit den Öffentlichen Raum aufwerten sowie Stadtbaukultur und stadtverträgliche Mobilität pflegen. Zudem unterstützen wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gerade das gemeinsame Handeln von Wirtschaft, Bürgerschaft und öffentlicher Hand trägt wesentlich zum Erfolg bei.“

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Der Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Städte und Gemeinden ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen unseres Landes gelingt. Wir führen die erfolgreichen Programme der Städtebauförderung deshalb auf Rekordniveau fort: Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen in diesem Jahr wiederum mit Bundesfinanzhilfen in Höhe von 790 Millionen Euro. Mit dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier können die Kommunen mit 200 Millionen Euro Programmmitteln weiterhin den wichtigen Ausbau und die Sanierung ihrer sozialen Infrastruktur vorantreiben. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass sich jeder in seiner Stadt oder seiner Gemeinde heimisch fühlt und gern in seiner Nachbarschaft lebt.“

Für das Förderjahr 2018 bleiben die Städtebauförderprogramme Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz, Kleinere Städte und Gemeinden und Zukunft Stadtgrün auf dem bisherigen Niveau. Länder und Kommunen können damit verlässlich planen. Zusammen mit einem Investitionspakt für Soziale Integration im Quartier stehen damit 2018 rund eine Milliarde Euro an Bundesmitteln für die städtebauliche Förderung zur Verfügung. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarungen Städtebauförderung und Soziale Integration im Quartier 2018 nach Gegenzeichnung aller 16 Bundesländer.

Fördermaßnahmen in der Oberpfalz

Cham, Stadtkern, 60.000 Euro

Freystadt, Altstadt, 60.000 Euro

Hemau, Stadtkern, 30.000 Euro

Kümmersbruck, Ortskern, 180.000 Euro

Neunburg vorm Wald, Altstadt, 60.000 Euro

Neutraubling, Stadtmitte, 60.000 Euro

Parsberg, Altstadt, 30.000 Euro

Regensburg, Obermünsterviertel, 300.000 Euro

Regenstauf, Marktkern, 120.000 Euro

Roding, Stadtkern und Mitterdorf, 120.000 Euro

Schierling, Ortskern, 30.000 Euro

Wörth an der Donau, Altstadt, 120.000 Euro


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