27.06.2018, 20:19 Uhr

Die Jugend übernimmt den Bundestag Regensburger Gymnasiast war bei „Jugend im Parlament“ in Berlin dabei

(Foto: Büro Aumer)(Foto: Büro Aumer)

Von Samstag bis Dienstag, 23. bis 26. Juni, trafen sich 355 Jugendliche aus ganz Deutschland in Berlin und übernahmen für vier Tage den Deutschen Bundestag. Nico Schmidl aus Regensburg war einer der Jungpolitiker. Er wurde vom örtlichen Bundestagsabgeordneten Peter Aumer vorgeschlagen.

REGENSTAUF/BERLIN „Nico ist schon jetzt in seiner Freizeit ehrenamtlich engagiert und hat großes Interesse an Politik und Gesellschaft. Ich freue mich, dass junge Menschen sich mit der Arbeit des Bundestages befassen und so Demokratie hautnah erleben“ so Peter Aumer.

Im Rahmen des Planspiels „Jugend im Parlament“ schlüpften die Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 Jahren für vier Tage in die Rolle von Bundestagsabgeordneten. Die Jugendlichen aus ganz Deutschland lernen dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen. Sie stellten den Ablauf einer Sitzungswoche im Deutschen Bundestag nach. In Sitzungen der Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen diskutierten sie aktuelle Politikthemen. Zur Debatte standen zum Beispiel die Chancengleichheit bei Bewerbungen, die Pfandeinführung für Kaffeebecher oder auch die Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal des Reichstages traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Im Anschluss an das Rollenspiel diskutierten die Teilnehmer mit Spitzenvertretern aller Bundestagsfraktionen, wie realitätsgetreu die parlamentarische Arbeit abgebildet wurde. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sprach höchstpersönlich die Schlussworte an die Jugendlichen.

Nico Schmidl, der derzeit sein Abitur am Von-Müller-Gymnasium in Regensburg meistert, ist selbst schon politisch aktiv. Neben seinem Engagement bei Wasserwacht, Feuerwehr und zahlreichen weiteren Vereinen, setzt er sich als Vorsitzender des Regensburger Jugendbeirates für die Interessen und Belange der Jugendlichen in seiner Heimat ein. Er zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Es ist eine tolle Gelegenheit, Gesetzgebungsprozesse selbst durchzuspielen und sich mit anderen politischen Meinungen direkt auseinanderzusetzen. Man kann dadurch die Arbeit der Politiker viel besser einschätzen. Ich kann nur jedem Jugendlichen empfehlen, sich selbst politisch zu engagieren. Man kann selbst etwas bewirken und es mach große Freude!“


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