25.06.2018, 14:16 Uhr

Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse Die Quartiersentwicklung Grunewaldstraße nimmt langsam Formen an

(Foto: Christian Eckl)(Foto: Christian Eckl)

Ab Montag, 2. Juli, findet in der Benzstraße 1 (ehemaliges Möbelhaus Wagner) in Regensburg eine Ausstellung zur Quartiersentwicklung Grunewaldstraße statt.

REGENSBURG Bis Samstag, 7. Juli, können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Ergebnisse des Ideen- und Realisierungswettbewerbs betrachten, der – in Abstimmung mit der Stadt Regensburg – von der Ratisbona Immobilien Bau GmbH ausgelobt wurde. Geöffnet ist die Ausstellung von Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr.

Der Wettbewerb

Insgesamt elf Architekturbüros waren eingeladen, sich Gedanken über die Entwicklung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Konzepts für das Quartier „Grunewaldstraße“ zu machen. Am 13. Juni fand schließlich die Preisgerichtssitzung statt, bei der acht Fach- und Sachpreisrichter das beste Konzept ausgewählt und drei Preise vergeben haben. Das Ergebnis wird in der knapp einwöchigen Ausstellung in der Benzstraße präsentiert.

Stadtplanerische Herausforderung

In den vergangenen Jahren ist die Bevölkerung in Regensburg kontinuierlich gewachsen und mit ihr die Nachfrage nach Wohnraum. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hat der Stadtrat entschieden, auch Flächen auf Wohnnutzung zu prüfen, die für diese Zwecke bisher nicht im engeren Fokus standen. Die Herausforderung und das Ziel des Wettbewerbs war es, sowohl einen markanten östlichen Stadteingang zu schaffen, der durch ein verträgliches Verhältnis von Bebauung und Freiraum geprägt ist, als auch einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich für das vorhandene Quartier Synergieeffekte ergeben.

Schaffung eines neuen Quartiers

Bereits im Juli 2017 hat die Stadt Regensburg beschlossen, dass „urbane Gebiete“ geschaffen werden sollen – unter anderem das Quartier „Grunewaldstraße“. Diese neue Gebietskategorie nach der Baunutzungsverordnung ermöglicht es, gemischte Gebiete mit einer hohen Dichte zu entwickeln, in denen der Wohnanteil nicht streng vorgegeben ist. Der Gedanke, der in Regensburg dahinter steht: Nicht nur die Innenstadt soll als „Stadt“ wahrgenommen werden, sondern auch die einzelnen Stadtviertel. Das übergeordnete Ziel: weg von monofunktionalen Räumen, hin zu einer Stadt der kurzen Wege. Daher soll es zukünftig in dem Quartier neben Wohnräumen auch Flächen mit gewerblichen Angeboten geben, beispielsweise Gastronomie, Büros und Einzelhandelsflächen sowie soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte oder eine Pflegestation.


0 Kommentare