26.05.2018, 09:33 Uhr

28 Tage „Reserve“ Gericht legt 70 Prozesstage fest – Urteil gegen Wolbergs könnte in einem Jahr fallen

Joachim Wolbergs muss sich auf einen langen Prozess einstellen. (Foto: ce)Joachim Wolbergs muss sich auf einen langen Prozess einstellen. (Foto: ce)

Wenn es nach dem Landgericht Regensburg geht, dann soll der Prozess gegen den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, den Bauunternehmer Volker Tretzel, dessen früheren Mitarbeiter Franz W. und den Stadtrat Norbert Hartl im Mai 2019 ein Ende finden.

REGENSBURG Der Prozess beginnt am 24. September, das hat das Landgericht bekanntgegeben. Bis zum 30. April 2019 sind zunächst 70 Verhandlungstage angesetzt, sollte der 30. April 2019 der letzte Verhandlungstag sein, so muss das Urteil innerhalb von elf Tagen, also spätestens am 11. Mai 2019 verkündet werden.

Um genügend Spielraum zu haben, hat das Gericht für die einzelnen Komplexe, die verhandelt werden – Jahn Regensburg, Spenden, Nibelungenkasernenareal, Renovierungen, Wohnungs(ver)käufe, Roter-Brach-Weg und Sparkasse – jeweils einige Tage angesetzt. „Mit dem Zeitansatz bei der Terminierung trägt die Kammervorsitzende den Besonderheiten Rechnung, dass der Prozessstoff sehr komplex und die Anzahl der Verfahrensbeteiligten außergewöhnlich hoch ist. Neben der Staatsanwaltschaft wirken vier Angeklagte und voraussichtlich zehn Verteidiger mit. 65 Zeugen werden zur Vernehmung geladen, einige davon mehrfach“, so das Landgericht. Sollte die Zeit bis zum 30. April 2019 nicht ausreichen, hat das Gericht weitere 28 Tage als „Reserve“ terminiert, das geplante Ende des Prozesses wäre dann der 12. September 2019. Doch auch das ist nicht fix: „Vom Verlauf der Beweisaufnahme hängt letztlich auch ab, ob bis zum 12. September 2019 ein Urteil ergehen kann oder über diesen Zeitpunkt hinaus Fortsetzungstermine anberaumt werden müssen.“


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