16.03.2018, 21:07 Uhr

Jubiläum des Verbraucherservice Zentrales Thema der Digitalisierung – das selbstfahrende Auto

(Foto: Verbraucherservice Bayern)(Foto: Verbraucherservice Bayern)

Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März und dem 55-jährigen Jubiläum der Beratungsstelle des Verbraucherservice Bayern in Regensburg sprachen Politik, Branchenexperten und Verbraucherschützer über ein zentrales Thema der Digitalisierung: das selbstfahrende Auto.

REGENSBURG In ihrem Grußwort betonte Staatsministerin Ulrike Scharf, dass das autonome Fahren sowohl den Nahverkehr als auch die Vernetzung verbessern werde. Damit einher geht aber auch ein vermehrter Datenfluss. Deshalb fordert die Ministerin, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, ohne unbegrenzt auf persönliche Daten zuzugreifen.

An diesen Gedanken knüpft Eva Traupe, Beratungsstellenleiterin des VSB Regensburg, an. Sie hält im Interesse der Verbraucher die Themen Datenschutz und Haftung für relevant. Der VSB fordert zum Beispiel einen „Ausschaltknopf“ für die Datenweitergabe, eine neutrale Instanz, die sich mit den Datenschutzbelangen des Einzelnen befasst und die Haftung durch die Hersteller, da die Halter keinen Einfluss mehr auf die Fahrzeuge haben werden.

Für Peter Schiefkofer von der Bertrandt Projektgesellschaft mbH liegen die Vorteile des autonomen Fahrens auf der Hand: Von derzeit circa 3.200 Verkehrstoten pro Jahr, die hauptsächlich durch das Verschulden der Fahrer verursacht werden, wird man auf null Verkehrstote kommen. Um das autonome Fahren jedoch etablieren zu können, braucht es ein 5G-Netz, eine flächendeckende Datenverbindung und Cloudlösungen.

Abschließend brachte Jan Schepmann von der Vd TÜV das Thema aus der Sicht des Verbands auf den Punkt: „Nur sichere Innovationen haben die Chance, sich durchzusetzen.“ Derzeit bestehen jedoch noch enorme Sicherheitslücken in der Entwicklung des autonomen Fahrens.


0 Kommentare