15.03.2018, 08:58 Uhr

Geschäftsbericht 2017 Krones-Vorstand prognostiziert für 2018 weiteren Umsatz- und Ergebnisanstieg

Foto: Krone (Foto: Krones)Foto: Krone (Foto: Krones)

Krones, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, hat am Donnerstag, 15. März, den Geschäftsbericht für das Jahr 2017 veröffentlicht. Das Unternehmen konnte seinen stabilen und profitablen Wachstumskurs fortsetzen und will die Aktionäre angemessen am Erfolg beteiligen.

NEUTRAUBLING Der Umsatz von Krones stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 3.691,4 Millionen Euro. Bereinigt um Zukäufe legte der Umsatz um 7,2 Prozent zu. Krones profitierte 2017 insgesamt von der breiten internationalen Aufstellung und dem umfangreichen Produkt- und Serviceangebot. Prozentual am stärksten legten die Erlöse in Südamerika/Mexiko, Asien/Pazifik und Westeuropa zu.

Der Auftragseingang verbesserte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 Prozent auf 3.786,8 Millionen Euro. Bereinigt um Akquisitionen stieg der Wert der Bestellungen um 7,1 Prozent. Während sich der Auftragseingang in Asien/Pazifik und Nordamerika überproportional erhöhte, war er in China und in der Region Mittlerer Osten/Afrika leicht rückläufig. Ende 2017 verfügte Krones über einen im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent höheren Auftragsbestand von 1.240,1 Millionen Euro. Der komfortable Orderbestand bietet eine gute Basis für weiteres Umsatzwachstum.

EBT-Marge stabil bei 7,0 Prozent

Krones steigerte 2017 das Ergebnis vor Steuern (EBT) wie geplant weiter. Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Aufwand für die Messe „drinktec“ das EBT mit einem mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag belastete. Dennoch verbesserte sich das EBT im Vergleich zu 2016 um 8,9 % auf 258,8 Mio. Euro. Die EBT-Marge blieb stabil und lag wie im Vorjahr bei 7,0 Prozent. Damit hat Krones das EBT-Margenziel für 2017 erreicht. Von den Marktpreisen erhielt das Unternehmen wie erwartet keine Unterstützung. Krones konnte Kostensteigerungen mit Effizienzgewinnen kompensieren. Hierzu trugen die Erweiterung des Global Footprint sowie allgemeine Sparmaßnahmen bei. Das Ergebnis nach Steuern legte 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent auf 187,1 Millionen Euro zu. Von 5,40 Euro im Vorjahr auf 5,97 Euro kletterte das Ergebnis je Aktie.

Am besten entwickelte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2017 im Segment „Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung“. Das EBT des Kernsegments zog im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 257,0 Millionen Euro an. Die EBT-Marge verbesserte sich von 8,2 auf 8,7 Prozent und lag damit über der Prognose von etwa acht Prozent. Unter den Erwartungen blieb hingegen das Ergebnis des Segments „Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik“. Nach plus 1,5 Millionen Euro im Vorjahr rutschte das EBT 2017 mit minus 4,5 Millionen Euro in die roten Zahlen. Krones ist zuversichtlich, dass dem Segment mit dem weiteren Ausbau des Global Footprint und der vollen Integration der Zukäufe 2018 die Rückkehr in die Gewinnzone gelingt. Im Rahmen der Planungen entwickelte sich die Ertragskraft des kleinsten Segments „Maschinen und Anlagen für die Compact Class“. Das EBT ging leicht von 6,4 Millionen Euro auf 6,3 Millionen Euro zurück. Die EBT-Marge betrug 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,2 Prozent). Ab 2018 bildet Krones die „Compact Class“ im Kernsegment „Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung“ ab. Damit berichtet das Unternehmen künftig nur noch über zwei Segmente.

Aktionäre sollen für 2017 eine Dividende von 1,70 Euro je Aktie erhalten

Krones will die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg 2017 beteiligen. Grundsätzlich schüttet Krones 25 bis 30 Prozent des Konzernergebnisses an die Anteilseigner aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 für das Geschäftsjahr 2017 eine im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent höhere Dividende je Aktie von 1,70 Euro (Vorjahr: 1,55 Euro) vorschlagen. Die geplante Ausschüttung für 2017 beträgt 28,7 Prozent des Konzerngewinns.

Sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz kletterte 2017 von 26,7 Prozent im Vorjahr auf 27,3 Prozent. Das Ziel für 2017 lag bei 27 Prozent. Nicht zufrieden ist das Unternehmen mit der Entwicklung des Free Cashflow. Dieser sank im Berichtsjahr auf minus 150,7 Millionen Euro (2016: plus 49,2 Millionen Euro). Daher verringerte sich die Nettoliquidität, also die liquiden Mittel abzüglich der Bankschulden, auf 157,4 Millionen. Euro (Vorjahr: 368,9 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote des Unternehmens verbesserte sich auf 43,8 Prozent (Vorjahr: 39,9 Prozent) Insgesamt weist Krones weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Mit den genannten Zahlen bestätigt Krones die am 22. Februar 2018 veröffentlichten Vorabzahlen. Wesentliche Änderungen gab es im Verlauf der Wirtschaftsprüfungstätigkeiten nicht.

Ausblick

Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der Entwicklung der für Krones relevanten Märkte strebt das Unternehmen für 2018 ein Umsatzwachstum von 6 Prozent an. Trotz Investitionen in die Digitalisierung und Anlaufkosten für den Global Footprint – besonders für den neuen Standort in Ungarn – soll die Ertragskraft stabil bleiben. Krones prognostiziert, dass 2018 die ausgewiesene EBT-Marge bei 7,0 Prozent liegen wird. Die dritte Zielgröße, das Working Capital im Vergleich zum Umsatz, soll sich auf 26 Prozent verbessern.

Den Geschäftsbericht 2017 hat Krones im Internet veröffentlicht unter www.krones.com.


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