09.03.2018, 20:33 Uhr

Schleppende Tarifverhandlungen Warnstreiks bei „Die Länderbahn“ soll Entschlossenheit deutlich machen

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft droht dem Unternehmen „Die Länderbahn“ (DLB) mit einem Warnstreik. Grund hierfür sind die schleppenden Tarifverhandlungen.

REGENSBURG „Wir verhandeln seit mehr als zwei Jahren, ohne dass sich irgendwas bewegen würde; dass die Firmenleitung offensichtlich kein Interesse daran hat, die Leistungen seiner Beschäftigten mit einem verbesserten Tarifvertrag zu honorieren, ist für uns nicht hinnehmbar“, erklärte EVG-Verhandlungsführer Pierre Reyer. „Wir haben durchaus Verständnis dafür, dass es seine Zeit braucht, aus drei Unternehmen eines zu machen, wie das bei ‚Die Länderbahn‘ der Fall gewesen ist“ machte Pierre Reyer deutlich. „Wenn aber Zusagen nicht eingehalten werden, müssen wir handeln und werden deshalb in den nächsten Tagen zu Warnstreiks aufrufen.

So hatte die Unternehmensleitung in einer Mitarbeiterinfo angekündigt, im Januar 2018 eine zugesagte Einmalzahlung zu leisten. „Das ist nicht geschehen und auch sonst herrscht weiterhin Stillstand“, kritisierte EVG-Verhandlungsführer Pierre Reyer. „Wir wollen das EVG-Wahlmodell, das wir bereits in vielen Unternehmen in der Branche durchgesetzt haben, auch bei der Länderbahn. Auch hier sollen unsere Kolleginnen und Kollegen selber entscheiden können, ob sie noch einmal 2,6 Prozent mehr Geld, zusätzlich sechs Tage Urlaub oder eine Arbeitszeitverkürzung wollen. Und wir wollen die 39 Stunden-Woche für alle. Da ‚Die Länderbahn‘ hierüber scheinbar nicht verhandeln will, bleibt uns nur der Arbeitskampf, um unsere Entschlossenheit deutlich zu machen, Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen erzielen zu wollen“, so der EVG-Verhandlungsführer Pierre Reyer. Die Verantwortung für diesen nunmehr unausweichlichen Schritt trage einzig und allein die Geschäftsführung der DLB. Wann, wo und wie lange gestreikt werden soll, ließ Reyer zunächst offen. Eine entsprechende Info erfolge kurzfristig, hieß es.


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