04.12.2017, 15:34 Uhr

Erhalt der Gareis-Insel Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol sorgt sich um das Welterbe „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“

Die Donauinsel soll geschliffen werden. (Foto: Eckl)Die Donauinsel soll geschliffen werden. (Foto: Eckl)

Wegen der besonderen Bedeutung der sogenannten Gareis-Insel für Regensburg wurde der Landesdenkmalrat über den aktuellen Sachstand informiert. Jürgen Mistol, stellvertretender Vorsitzender der grünen Landtagsfraktion, hatte bereits vor mehreren Wochen seine Kollegin Rosi Steinberger, die die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landesdenkmalrat vertritt, gebeten dort das Thema aufzuwerfen und sich für eine denkmalverträgliche Mauersanierung einzusetzen.

REGENSBURG Für das Welterbe „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“ ist der Erhalt der naturnahen Fluss- und Kulturlandschaft ein wichtiges Ziel. Die Südmauer des Mühlkanals war baufällig geworden, so dass die sogenannte Gareis-Insel aus Gründen der Versicherungspflicht vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSV) in Regensburg gesperrt wurde. Die erste Konzeption zur Sanierung der Mauer, verbunden mit einem Abtrag der Insel zur Verringerung des Erddrucks, inklusive eines Verlusts der Gärten, stieß nicht nur bei den Anrainern sowie den Pächtern der Gartenflächen der Gareisinsel, sondern auch bei der Stadt Regensburg selbst auf heftigen Widerstand. „Das vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ernsthaft in Erwägung gezogene Abbaggern der Gareis-Insel hätte einen keinesfalls hinnehmbaren Eingriff in die Gestalt der Uferbereiche im Kernbereich des Welterbegebietes bedeutet“, kritisiert Jürgen Mistol.

Nun scheint eine Lösung in Sicht. Bei einem runden Tisch in Regensburg, an dem auch das Landesamt für Demkmalpflege beteiligt war, erklärte das WSV jetzt seine Bereitschaft, die Belange der Anrainer/Pächter, des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Denkmalpflege zu berücksichtigen und eine denkmalverträgliche Planung neu zu entwickeln, die die Beibehaltung bzw. Wiederherstellung des Status Quo nach Maßnahmeabschluss vorsieht. „Ein erster Erfolg“, freuen sich Rosi Steinberger und Jürgen Mistol, die den weiteren Fortgang der Planungen im Blick behalten wollen.


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