18.11.2019, 13:10 Uhr

Nach Todesfall Autofahrer werden am Bahnübergang jetzt „wachgerüttelt“

V. li.:  Landrat Michael Fahmüller, Jürgen Neurath (Tiefbauverwaltung), Bürgermeister Josef Sailer (Bayerbach), Benedikt Held (Tiefbauverwaltung). (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)V. li.: Landrat Michael Fahmüller, Jürgen Neurath (Tiefbauverwaltung), Bürgermeister Josef Sailer (Bayerbach), Benedikt Held (Tiefbauverwaltung). (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)

Nach einem tödlichen Unfall am Bahnübergang Luderbach hat das Landratsamt reagiert.

BAYERBACH Im Juni dieses Jahres hat sich auf den Bahngleisen bei Luderbach im Kreis Rottal-Inn ein Zugunglück ereignet. Ein Kleintransporter wurde an einem unbeschrankten Bahnübergang im Verlauf der Kreisstraße PAN 13 von einem Zug erfasst, der Fahrer starb einen Tag später im Krankenhaus.

Das Landratsamt hat schon kurz nach dem Unfall reagiert und unmittelbar vor dem Bahnübergang eine sogenannte Rüttelstreifenmarkierung in die Fahrbahn einbauen lassen. Diese Maßnahme ist das Ergebnis einer durch die Gemeinde Bayerbach und den Landkreis veranlassten Bahnübergangsschau, die kurz nach dem Unfall stattgefunden habe, teilte die Kreisverwaltung mit.

Die neuen signalgelben, sich vom Belag absetzenden Markierungen sollen die herannahenden Verkehrsteilnehmer „wachrütteln“ und dadurch für eine Steigerung der Aufmerksamkeit beim Überqueren des Bahnübergangs sorgen.

Die Rüttelstreifen sollen nun solange in der Fahrbahn verbleiben, bis die Deutsche Bahn die erforderliche technische Sicherung des Bahnüberganges baulich umgesetzt hat. „Damit können wir bereits geschehenes Leid zwar leider nicht mehr rückgängig machen, aber wir können zumindest dazu beitragen, die Sicherheit in Zukunft zu erhöhen.“, so Landrat Michael Fahmüller.


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