26.07.2018, 09:24 Uhr

Aufbau einer möglichen Partnerschaft Arnstorfer Delegation besucht die französische Stadt Eybens


Eine siebenköpfige Delegation aus Arnstorf reiste kürzlich für zwei Tage in die Stadt Eybens zum Aufbau einer möglichen Partnerschaft.

ARNSTORF Im März ging ein Schreiben der dortigen Bürgermeisterin Francie Megevand ein. Sie stellte darin die französische Stadt mit 10.000 Einwohnern am Stadtrand von Grenoble in den französischen Alpen vor. Eybens würde nach einer Partnerschaft in Europa suchen mit dem Ziel dauerhafte, freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Städten herzustellen und einen regen Austausch zwischen den Bürgern zu organisieren. Bei einer Begegnung zum Thema deutsch-französischer Städtepartnerschaft hätten sie vom Interesse Arnstorfs nach einer französischen Partnerschaft gehört.

Eybens erstreckt sich über 4 Quadratkilometer am Fuß bewaldeter Hügel im Grünen und hat trotz der städtischen Entwicklung seinen ländlichen Charakter erhalten. Die Stadt verfügt über viele sportliche und kulturelle Einrichtungen. Da die Stadt in der Nähe von drei Gebirgsmassiven liegt, bietet sie im Sommer wie im Winter zahlreiche Sportaktivitäten. Aufgrund der zahlreichen Unternehmen ist die Eybens auch eine sehr dynamische Stadt.

Die Stadt Eybens und das ehrenamtliche Partnerschaftskomitee hatten für die Arnstorfer ein umfangreiches Kennenlern- und Besichtigungsprogramm zusammengestellt. Am ersten Tag traf man sich gegen Mittag im Kulturzentrum Odyssee und anschließend im Rathaus zur Vorstellung beider Orte. Bürgermeister Alfons Sittinger und Kathrin Eiblmeier, die als Übersetzerin fungierte, stellten dabei die Mitglieder der Delegation mit 3. Bürgermeisterin Maria Bellmann, den Markträten Moritz Graf von Deym und Anton Stadlbauer sowie Direktor Jürgen Böhm und Konrektorin Waltraud Erndl von der Realschule vor. Er legte dar, dass Arnstorf seit etwa 30 Jahren eine Partnerschaft mit der österreichischen Gemeinde Arnsdorf in der Wachau an der Donau pflege.

Die Gemeinde dort hat etwa 1.200 Einwohner und ist durch Wein- und Obstanbau sowie Tourismus geprägt. Arnstorfs Wunsch ist aber zusätzlich eine Partnerschaft mit einer französischsprachigen Gemeinde aufzubauen.

Da es an der Realschule einen Französischzweig mit jährlich etwa 25 Schülerinnen und Schülern gibt, denke man an einen Schüleraustausch, der den europäischen Gedanken mit Leben erfülle. Die Volkshochschule biete Französischsprachkurse an.

Bei Besuchen könnte das Erlernte auch einmal in der Praxis angewendet werden.

Arnstorfer Firmen pflegen Geschäftsbeziehungen nach Frankreich oder haben wie die Firma Lindner oder Graf Deym auch Niederlassungen oder Eigentum in Frankreich.

Arnstorfs Bürgermeister betonte, dass in vielen Ländern in den letzten Jahren die europakritischen Stimmen zunehmen würden. Nationale Alleingänge und Egoismen träten in den Vordergrund.

„Dabei habe die Europäische Zusammenarbeit Friede und Wohlstand gebracht. Viele Nationen außerhalb Europas beneideten uns darum“, führte er aus.

„Wir sollten deshalb den europäischen Gedanken hoch halten und auch mit Leben erfüllen. Begegnungen und Freundschaften über die Grenzen hinweg schaffen Verständnis und Vertrauen.

Sie bilden das Fundament am Großen Haus Europa. Lassen Sie uns, liebe Bürgerinnen und Bürger von Eybens und Arnstorf gemeinsam an diesem Fundament bauen“, so Sittinger in seiner Begrüßungsrede.

Am zweiten Besuchstag stand eine Radtour mit E-Bikes durch Eybens und die Besichtigung einer Reihe von städtischen Einrichtungen und eine Busfahrt nach Grenoble auf dem Programm. Auch wurden die Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit diskutiert. Insgesamt erlebten die Arnstorfer eine äußerst freundliche Aufnahme und zahlreiche positive Begegnungen. Ein Gegenbesuch könnte bereits Ende Oktober erfolgen.


0 Kommentare