23.06.2018, 09:00 Uhr

Regionalmarketing Niederbayern hat zwei weitere Botschafter

Botschafter-Treffen in Kloster Metten: Prof. Dr. Thomas O. Höllmann und Marco Sturm (vertreten durch seinen Vater Hans Sturm) wurden zu neuen Botschaftern für Niederbayern ernannt. (Foto: Bezirk Niederbayern)Botschafter-Treffen in Kloster Metten: Prof. Dr. Thomas O. Höllmann und Marco Sturm (vertreten durch seinen Vater Hans Sturm) wurden zu neuen Botschaftern für Niederbayern ernannt. (Foto: Bezirk Niederbayern)

Zu zwei weiteren „Botschaftern Niederbayerns“ wurden der aus Eggenfelden stammende Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, seit 2017 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm, gebürtiger Dingolfinger und Silber-Erfolgscoach bei den letzten Olympischen Winterspielen, ernannt.

NIEDERBAYERN Vorstand und Geschäftsführung des Vereins stellten die Grundzüge der Regionalmarketing-Strategie ab 2019 vor. Das Bayerische Finanz- und Heimatministerium und der Bezirk Niederbayern garantieren dem Niederbayern-Forum die finanziellen Rahmenbedingungen für die Weiterführung. Bei den Neuwahlen von Vorstand und Beirat durch die Mitgliederversammlung wurden alle bisherigen Mandatsträger bestätigt.

Der 1. Vorsitzende, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und sein Stellvertreter, Regierungspräsident Rainer Haselbeck führen den Verein Niederbayern-Forum e.V. auch in den kommenden Jahren. Die Position des in den Ruhestand gewechselten IHK-Hauptgeschäftsführers Walter Keilbart übernimmt sein Nachfolger Alexander Schreiner. Alle weiteren Gremienmitglieder in Vorstand und Beirat wurden bei den Wahlen von der Versammlung im Amt bestätigt.

Mehr als 280 Mitglieder und „Botschafter Niederbayerns“ aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sind derzeit im Regionalmarketing Verein eng vernetzt. Und regelmäßig kommen weitere hinzu, wie kürzlich das Logistikunternehmen Kühne+Nagel, das Bezirksklinikum Mainkofen oder auch der Familienbetrieb der Ledermanufaktur Kilger. Alle unterstützen mit ihrem Engagement das gemeinsame Ziel, Niederbayerns zukunftsfähig zu entwickeln, den inneren Zusammenhalt zu stärken, und die Region attraktiv und wahrnehmbar nach außen zu präsentieren und zu vermarkten.

„Das Regionalmarketing bietet mit seiner Plattform die Chance, im vertrauensvollen Dialog mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft unsere Kräfte zu bündeln und neue Kräfte zu mobilisieren“ wandte sich Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und 1. Vorsitzender des Niederbayern-Forum e.V. in seiner Begrüßung an die Anwesenden und dankte ihnen für das Engagement.

Anfang 2016 wurde die Regionalmarketing-Initiative strategisch und personell neu aufgestellt. Das Bayerische Finanz- und Heimatministerium hatte dem Niederbayern-Forum e.V. für 2016 bis 2018 die höchstmögliche Förderung in Höhe von 300.000 Euro bewilligt. Der Bezirk Niederbayern unterstützt

das Regionalmarketing in diesen drei Jahren noch einmal mit exakt der gleichen Summe aus dem Bezirkshaushalt. In der Förderperiode 2016 bis 2018 hat die Geschäftsstelle gemeinsam mit vielen Partnern aus der ganzen Region über ein Dutzend Marketing-Maßnahmen bearbeitet, die zwei Handlungsfeldern zugeordnet sind: „Stärkung der Regionalen Identität“ und „Ausbau der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit“.

Die „Marke Niederbayern“ soll auch weiterhin mit positiven Assoziationen und emotionalen Botschaften aufgeladen werden. Sie soll nach außen Neugier auf die Region, ihre Akteure und deren Leistungsfähigkeit erzeugen und Begehrlichkeiten wecken. Der zukünftige Schwerpunkt wird deshalb noch viel stärker als bisher im Außenmarketing liegen: Insbesondere in den Metropolregionen Bayerns und Deutschlands sollen den Menschen die nicht bekannten Stärken Niederbayerns als Region mit hoher Leistungskraft und Lebensqualität besser bekannt gemacht werden.

In Niederbayern dringend benötigte Arbeits- und Fachkräfte sollen gezielt mit den unschlagbaren Stärken der Region angesprochen und begeistert werden. „Emotionale Botschaften“ sollen kommuniziert werden: Niederbayern will sich mit hoher Familienfreundlichkeit, bestem Lebens

umfeld, günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis und hervorragendem Job-Angebot als „intelligente Alternative zu überhitzten Ballungsgebieten“ und deren Negativwirkungen positionieren.

Hierzu sind Ideen notwendig – und Geld. Vorstand, Beirat und Geschäftsstelle arbeiten bereits seit einigen Wochen daran, die Voraussetzungen für die Fortführung der gemeinsamen Arbeit ab 2019 zu schaffen. In einem moderierten, halbtägigen Workshop der Lenkungsgruppe wurden die künftigen strategischen Leitplanken formuliert. Diese Inhalte finden Eingang in einen neuen Förderantrag an das Bayerische Finanz- und Heimatministerium, den die Geschäftsstelle derzeit erarbeitet.

Aus diesem Ministerium konnte Vorsitzender Dr. Olaf Heinrich der Versammlung sehr erfreuliche Nachrichten mitteilen: Ab 2019 steigt die mögliche Höchstfördersumme für das Regionalmarketing von 100.000 auf 150.000 Euro jährlich. Dazu wird die Förderquote von bislang 70 Prozent auf beachtliche 90 Prozent angehoben. Des Weiteren verlängert das Ministerium die Förderdauer von drei auf sechs Jahre: Bei erfolgreich absolvierter Zwischenevaluation schließt nach dem dritten Jahr eine weitere dreijährige Phase an, ohne dass ein neuer Antrag gestellt werden muss.

Zu diesen positiven Rahmenbedingungen trägt der Bezirk Niederbayern auch künftig einen erheblichen Anteil bei: Im Mai hat der Bezirkstag den Beschluss gefasst, von 2019 bis 2021 weiterhin jährlich 100.000 Euro für das Regionalmarketing bereitzustellen und – im Falle einer sechsjährigen Laufzeit – diese Unterstützung über den vollen Zeitraum bis Ende 2024 zu gewähren. Und für die Kofinanzierung eines anstehenden EU-Förderprojekts stellt der Bezirk einmalig weitere 50.000 Euro an Mitteln zur Verfügung.

Rund zwei Dutzend „Botschafter Niederbayerns“ waren bei der Versammlung im Kloster Metten anwesend, wo auch zwei weitere feierliche Ernennungen erfolgten: Der aus Eggenfelden stammende Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, seit Oktober 2017 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und – seit ihrer Gründung im Jahr 1759 – der erste Niederbayer in dieser Funktion. Davor war er Professor für Sinologe und Ethnologe an der LMU in München. Weiteres Aushängeschild der Region ist Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm, gebürtiger Dingolfinger. Er hat bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Pyeongchang die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zur Silbermedaille geführt. Seine Ernennung nahm Vater Hans Sturm entgegen, da er sich beruflich im Ausland befindet.

„Sie leisten durch Ihr berufliches und persönliches Engagement einen wichtigen Beitrag, Niederbayern als Ort für Heimat und Zukunft bekannt zu machen. In Ihren Funktionen sind sie herausragende und beispielgebende Identifikationsfiguren weit über Niederbayern hinaus. Als solche tragen Sie nach draußen, was unsere Region in Wissenschaft und Sport zu leisten vermag“ hob Dr. Olaf Heinrich in seiner Laudatio auf die neuen „Botschafter Niederbayerns“ anerkennend hervor.

Das abschließende Netzwerktreffen fand bei lauen Temperaturen im Innenhof des Klosters statt und wurde von für Niederbayern eher ungewöhnlichen Tönen musikalisch umrahmt. Die Niederbayerischen Alphornbläser beeindruckten in einer Formation mit 12 Instrumenten und füllten den Klosterhof mit ihrem warmen Klang. Ein gemeinsamer Auftritt – vielstimmig, harmonisch und kraftvoll: Ein treffenderes Sinnbild für die Zielsetzung des Niederbayern-Forum zur Vermarktung der Region konnte kaum gefunden werden.


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