30.11.2017, 15:02 Uhr

IZABB-Projekt „Breakfast for Job“ für Abbau beruflicher Barrieren

Beim ersten „Breakfast for Job“ (v. li.): Projektleiterin Jobcenter Sonja Schneil, Behindertenbeauftragte Ulrike Teinert, Integrationscoach Petra Kessel, IZABB-Teilnehmer Hans Burner, Unternehmer Josef Brunner. (Foto: IZABB)Beim ersten „Breakfast for Job“ (v. li.): Projektleiterin Jobcenter Sonja Schneil, Behindertenbeauftragte Ulrike Teinert, Integrationscoach Petra Kessel, IZABB-Teilnehmer Hans Burner, Unternehmer Josef Brunner. (Foto: IZABB)

Mitte November fand im IZABB in der Pflegstraße das erste „Breakfast for Job“ statt. IZABB steht für Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren und ist ein vom BAMS gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit Jobcenter und Arbeitsagentur zur Integration schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben.

PFARRKIRCHEN Auch Fachkräfte mit persönlichen Einschränkungen leisten einen wertvollen Beitrag im Job. Mit diesem Wissen treffen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beim „Breakfast for Job“ in den Räumen des IZABB, Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren.

Mitte November fand im IZABB in der Pflegstraße das erste „Breakfast for Job“ statt. IZABB steht für Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren und ist ein vom BAMS gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit Jobcenter und Arbeitsagentur zur Integration schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben. Wobei Schwerbehinderung viele Gesichter hat, so kann auch z. B. nach einer Krebserkrankung eine Schwerbehinderung bestehen, die ein Außenstehender nicht vermuten würde.

Beim „Breakfast for Job“ treffen sich gezielt potentielle Arbeitgeber und individuell ausgewählte Teilnehmer des Projektes IZABB zukünftig einmal im Quartal zu einem gemeinsamen Kennenlern-Frühstück. Mit dabei waren beim Auftakt auch die Behindertenbeauftragte des Landratsamtes Rottal-Inn, die Leiterin des Projektes IZABB und der Integrationscoach des IZABB.

Das „Breakfast for Job“ ist Teil eines Prozesses, bei dem die Anforderungs- und Leistungsprofile von Arbeitgebern und potentiellen Arbeitnehmern abgeglichen werden. Eine persönliche Beziehungsebene kann beim Treffen aufgebaut werden und Fragen zum Thema Schwerbehinderung und Arbeit von Seiten des Arbeitgebers können individuell angesprochen und vorab geklärt werden.

Für die Bewerber besteht der Vorteil darin, dass sie sich gezielt bei dem Arbeitgeber bewerben können, zu dem ihre beruflichen Stärken passen. Auf der anderen Seite stellen die vorgeschlagenen Bewerber passende Problemlöser für die Aufgabenstellungen der ausgewählten Betriebe dar.

Den Beginn machte Josef Brunner von der Fa. RO/SE in Bad Birnbach. Der Unternehmer wurde im Jahr 2011 mit dem Inklusionspreis „JobErfolg“ für seine langjährige und auch wirtschaftlich sehr erfolgreiche Integration von schwerbehinderten Arbeitnehmern ausgezeichnet. Der Inklusionspreis wird gemeinsam vom Bayerischen Landtag, dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung verliehen.

Mit Fördermitteln des Integrationsamtes können (neue), behindertengerechte Arbeitsplätze eingerichtet und Maschinen und Ausstattungen angeschafft werden. Die unter Umständen nicht unerheblichen Fördergelder helfen individuelle Einschränkungen der Schwerbehinderung für den Arbeitnehmer und den Unternehmer auszugleichen. Josef Brunner bot mit seiner Initiative und persönlichen Einsatz schwerbehinderten Menschen, die z. B. aufgrund eines Unfalls nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten konnten, einen Arbeitsplatz und damit eine neue Lebensperspektive.

Für Besonderheiten im Zusammenhang mit Schwerbehinderung vor Ort begleitet der Integrationsfachdienst (ifd) das Unternehmen und seine Beschäftigten und ist mit Rat und Tat zur Stelle, für ein reibungsloses Miteinander und für den gemeinsamen Erfolg.

Informationen zu Veranstaltungen, Fördermöglichkeiten und Hilfsangeboten im Rottal erhalten Sie auf der Seite www.izabb-rottal-inn.de oder direkt im Büro der Initiative in der Pflegstr. 5 in Pfarrkirchen.


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