22.08.2018, 13:47 Uhr

Konkrete Hilfe Menschen vor Ort profitieren vom neuen Landespflegegeld

MdL Max Gibis (r.) beim Besuch bei Rentner Karl Putz (mitte), der von Schwiegertochter Heidi Putz (2.v.r) gepflegt wird und bei Franziska Tauscheck (vorne links), die von Ihrer Mutter Rosemarie Tauschek (l.) gepflegt wird. (Foto: Patrick Zens)MdL Max Gibis (r.) beim Besuch bei Rentner Karl Putz (mitte), der von Schwiegertochter Heidi Putz (2.v.r) gepflegt wird und bei Franziska Tauscheck (vorne links), die von Ihrer Mutter Rosemarie Tauschek (l.) gepflegt wird. (Foto: Patrick Zens)

MdL Max Gibis: Erstmalige Auszahlung ab September

FREYUNG/FÜRSTENECK. Zahlreiche Menschen in der Region profitieren vom neuen Landespflegegeld, das der Freistaat Bayern erstmalig ab September ausbezahlt. Dabei erhalten pflegebedürftige Menschen schnell und unbürokratisch 1.000 Euro pro Jahr, um die Selbstbestimmtheit Pflegebedürftiger zu stärken. MdL Max Gibis besuchte Menschen im Bayerischen Wald, die ab September vom Freistaat das Landespflegegeld erhalten und wurde bei Herrn Karl Putz sowie Frau Franziska Tauscheck aus Fürsteneck fündig.

„Mit dem Landespflegegeld bekommen Pflegebedürftige mehr finanziellen Spielraum. Die pflegebedürftigen Menschen können selbst entscheiden, wofür sie das Geld verwenden und ob sie damit zum Beispiele pflegende Angehörige oder andere Menschen, die sie im Alltag unterstützen, eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen“, lobt MdL Max Gibis das neue Landespflegegeld für mehr Wahlfreiheit des Einzelnen. Über 205.000 Anträge auf Auszahlung der 1.000 Euro Pflegegeld sind in diesem Jahr bereits gestellt. Erstmalig ab September wird Pflegebedürftigen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben und mindestens einen Pflegegrad 2 vorweisen können, das Landespflegegeld einmal jährlich ausbezahlt. Bei geschätzten 360.000 Anspruchsberechtigten liegen die Kosten dafür bei etwa 400 Mio. Euro jährlich.

„Das Landespflegegeld ist nicht abstrakt, sondern eine Hilfe für die Menschen unter uns, die sie am Nötigsten haben“, so MdL Max Gibis. Rentner Karl Putz aus Hochwegen in der Gemeinde Fürsteneck zum Beispiel ist 88 Jahre und wird von seiner Schwiegertochter Heidi Putz zu Hause gepflegt und betreut. „Karl ist unheimlich froh, dass er zu Hause gepflegt werden kann. Mit den 1.000 Euro Landespflegegeld, die er erhält, kann er außertourliche Ausgaben, ständige Kosten oder auch einmal besondere Sachen finanzieren“, erklärt die Schwiegertochter. „Es ist eine große Hilfe. Vor allem kann Karl selber entscheiden, was er mit dem Geld macht.“

Auch Franziska Tauscheck aus Fürsteneck profitiert ab September vom neuen Landespflegegeld. Franziska ist behindert, arbeitet in den Wolfsteiner Werkstätten und lebt zu Hause bei ihrer Mutter Rosemarie, von der sie betreut wird. „Gerade für Eltern, die ihr behinderten Kinder zu Hause betreuen, ist das Landespflegegeld eine enorme Erleichterung, weil so viele Kosten für ein behindertengerechtes Wohnen anfallen, die man zunächst gar nicht auf dem Schirm hat“, so Rosemarie Tauscheck. „Manchmal können die Pflegebedürftigen das Geld, das sie ja selber erhalten, dann auch für besondere Sachen ausgeben, die das Leben einfach lebenswerter machen.“

„Gerade für ältere Menschen aber auch Menschen mit Behinderungen sowie ihre Angehörigen ist das Landespflegegeld eine willkommene Unterstützung. Hier ist es gut angelegt“, betont MdL Max Gibis. Eine Antragstellung für das Landespflegegeld ist für jedes Jahr bis 31.12. online unter http://www.landespflegegeld.bayern.de/antrag.pdf möglich.


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