20.06.2018, 17:46 Uhr

50-jähriges Jubiläum Landrat Gruber und Bürgermeister Roth unterstützen „Nationalparkpackerl“-Vorschläge von MdL Gibis

MdL Max Gibis, Bürgermeister Karlheinz Roth und Landrat Sebastian Gruber an der Nationalparkbasisstraße, die das Rückgrat des Nationalparkverkehrs darstellt. (Foto: Abgeordnetenbüro MdL Max Gibis)MdL Max Gibis, Bürgermeister Karlheinz Roth und Landrat Sebastian Gruber an der Nationalparkbasisstraße, die das Rückgrat des Nationalparkverkehrs darstellt. (Foto: Abgeordnetenbüro MdL Max Gibis)

Im Jahr 2020 feiert der Nationalpark Bayerischer Wald sein 50-jähriges Bestehen.

SPIEGELAU Anlässlich dieses Jubiläums hatte der Landtagsabgeordnete Max Gibis die Idee eines „Nationalparkpackerls“ zur generellen Ertüchtigung und Aufwertung des Parks angestoßen. Dazu hat der Abgeordnete eine Liste mit Vorschlägen zu Maßnahmen in touristischer sowie auch infrastruktureller Hinsicht erarbeitet und diese – auch in Absprache mit dem Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl – dem bayerischen Umweltministerium sowie dem neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zukommen lassen. 

Landrat Sebastian Gruber und der Spiegelauer Bürgermeister Karlheinz Roth blasen nun ins selbe Horn und unterstützen zwei der zentralen Maßnahmen aus dem Bereich Infrastruktur, die MdL Max Gibis in seinem „Nationalparkpackerl“ vorgeschlagen hatte – die Übernahme der Nationalparkbasisstraße sowie der „Gfällstraße“ in die Baulast des Freistaates Bayern.

Der Freyung-Grafenauer Landrat Sebastian Gruber hat sich in dieser Angelegenheit nun mit einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gewandt und argumentiert, dass die Nationalparkbasisstraße das Rückgrat des gesamten Nationalparkverkehrs darstellt und insbesondere zur Besucherlenkung eine herausgehobene Bedeutung hat. „Die Nationalparkbasisstraße dient der Erschließung der staatlichen Einrichtung Nationalpark Bayerischer Wald. Dies hat sich bereits bei der Errichtung mit einer 90%igen Förderung der Baukosten niedergeschlagen“, so Landrat Sebastian Gruber in seinem Schreiben an Markus Söder. „Mittlerweile bedarf diese wichtige Erschließungsstraße trotz laufender Unterhaltungsmaßnahmen eine generelle Ertüchtigung in einer Größenordnung, die den Landkreis Freyung-Grafenau finanziell überfordert“, so Landrat Gruber weiter. Aus diesen Gründen begrüßt Gruber, dass im Rahmen des „Nationalparkpackerls“ auch die Förderung der anstehenden Baumaßnahmen an der Nationalparkbasisstraße Berücksichtigung finden soll.

Angesichts der anhaltenden Überforderung des Landkreises Freyung-Grafenau auch mit den fortlaufenden Unterhaltskosten sowie angesichts der Bedeutung der Nationalparkbasisstraße für die staatliche Einrichtung Nationalpark favorisiert Landrat Sebastian Gruber die von MdL Max Gibis im „Nationalparkpackerl“ vorgeschlagene Aufwertung von der Kreisstraße zur Staatsstraße. Sollte dies nicht möglich sein, so bittet Landrat Gruber darum, den Landkreis Freyung-Grafenau bei der Ertüchtigung den Landkreis mit dem Höchstfördersatz von 90% zu unterstützen.

Genauso fordert Landrat Sebastian Gruber in seinem Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder, dass die „Gfällstraße“ in der Gemeinde Spiegelau analog dem Vorschlag von MdL Max Gibis, in die Baulast des Freistaates Bayern übergehen soll. „Die Gfällstraße stellt das Rückgrat der Erschließung des höchsten Berges des Nationalparks, des Rachels, dar und ist in dieser Funktion ebenfalls von zentraler Bedeutung für das Besuchermanagements“, argumentiert Landrat Gruber. Darüber hinaus stellt die Ertüchtigung der Gfällstraße als Gemeindestraße für die Kommune Spiegelau eine kaum zu stemmende finanzielle Belastung dar. „Die Übernahme der Straße durch den Freistaat Bayern zur Sicherung der aktuellen Nutzung stellt für alle Beteiligten die optimalste Lösung dar“, unterstützt der Spiegelauer Bürgermeister Karlheinz Roth die Forderung von Landrat Sebastian Gruber voll und ganz. Außerdem fordern Landrat und Bürgermeister ebenfalls den Höchstfördersatz zur Sanierung für die Gemeinde Spiegelau, sollte die Übernahme der Gfällstraße in die Baulast des Freistaates nicht möglich sein.

„Wir werden gemeinsam hier weiterhin mit Nachdruck diese Maßnahmen zur Ertüchtigung der Region einfordern. Wenn wir hartnäckig sind, werden wir unsere Ziele auch erreichen können“, gibt sich MdL Max Gibis optimistisch.


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