31.01.2018, 23:05 Uhr

Den Breitbandausbau haben wir im Griff MdL Taubeneder begrüßt hohes Landkreis-Engagement

MdL Walter Taubeneder (l.) im Gespräch mit Josef Kaiser vom Landratsamt Passau, zum aktuellen Stand in Sachen Breitbandausbau. (Foto: Stefanie Starke)MdL Walter Taubeneder (l.) im Gespräch mit Josef Kaiser vom Landratsamt Passau, zum aktuellen Stand in Sachen Breitbandausbau. (Foto: Stefanie Starke)

„Inzwischen haben wir rund 45.000 Haushalte mit einem 30-Megabit-Anschluss versorgt und wir sind weiter auf einem guten Weg“, erklärt Josef Kaiser, verantwortlicher Abteilungsleiter im Bereich Breitbandausbau am Landratsamt Passau, im Gespräch mit dem Abgeordneten Walter Taubeneder, der um eine aktuelle Bewertung im Rahmen des Breitbandausbaus bat.

LANDKREIS PASSAU Breitbandausbau bedeute der Ausbau mit einem entsprechenden Glasfasernetz. Nicht nur bayernweit können sich hier die Zahlen sehen lassen, auch Niederbayern zieht kräftig mit: So befinden sich knapp 100 Prozent aller Kommunen im Förderverfahren und knapp 123 Millionen Euro wurden an Förderungen bereits zugesagt (Stand: Juli 2017, Breitbandbericht Bayern 2017) – was wiederum bedeutet, dass etwa 6300 Kilometer geförderte Glasfaser sich im Bau befinden, beziehungsweise schon in Betrieb genommen wurden.

„Allein die Landkreisgemeinden im Passauer Land haben über 30 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten – gekoppelt mit der herausragenden Förderung des Landkreises kann die Thematik Breitband tatkräftig umgesetzt werden“, ist MdL Taubeneder überzeugt. Auch der Landkreisvertreter Josef Kaiser kann bestätigen: „Nachdem das erste Programm des Freistaats etwas zu kurz gegriffen hatte, bringen wir nun mit Breitband II was weiter. Den Ausbau haben wir im Griff.“

Derzeit liefen Projekte mit Bezuschussungen in Höhe von über 38 Millionen Euro. Hinzu kä- men weitere Förderungen im Rahmen des Höfeprogramms, das besonders dem ländlichen Raum zu Gute kommen soll – „hier befinden sich schon 30 Kommunen im Verfahren“, so Kaiser weiter.

Wenn die Fördersätze des Freistaats nicht derart hoch wären, könne man mit dem Ausbau nicht mithalten. Natürlich gebe es auch immer wieder besonders schwere Fälle, wie beispielsweise die Marktgemeinde Wegscheid: „Hier versuchen wir die Töpfe zu kumulieren. Unser Ziel ist es letztlich, dass jede Kommune möglichst wenig Eigenmittel aufbringen muss“, erklärt der Experte.

Bisher funktioniere dies auf sehr hohem Niveau. Sicherlich auch, weil der Landkreis von Anfang an gut vorbereitet gewesen sei: „Wir haben immerhin den gesamten Landkreis, also 1530 Quadratkilometer, nachgezeichnet, um die entsprechenden Leitungen genau planen zu können.“

Breitband sei die Infrastruktur der Zukunft. „Alles hängt am Breitband – das steht vollkommen außer Frage. Die Digitalisierung schreitet weiter voran und die Thematik hängt natürlich am Breitbandausbau und betrifft letztlich jeden einzelnen von uns, wenn auch nicht unbedingt immer für jeden greifbar“, so Taubeneder. Eine entsprechende digitale Infrastruktur gehöre mittlerweile schlicht zur Lebensqualität.

Was den Ausbau im Landkreis Passau immer wieder ausbremse, seien unter anderem die Kapazitäten im Bereich Tiefbau – „wir haben hier teilweise Wartezeiten bis zu einem Jahr. Die Firmen sind schlicht ausgelastet und kommen nicht hinterher“, bedauert Kaiser. Weniger erfolgreich gestalte sich außerdem der Ausbau im Bereich Mobilfunk. „Hier haben wir nach wie vor das Problem: Alle wollen gutes Netz, aber keiner den Funkmast vor seiner Tür.“ Gerade im Grenzgebiet wäre für den Landkreis Passau eine Zusammenarbeit mit österreichischen Anbietern wertvoll.

Mitte des Jahres 2018 wird ein weiteres Förderprogramm speziell für Schulen erwartet. „Unser Ziel ist außerdem, dass jede unserer 38 Landkreiskommunen einen entsprechenden Masterplan zum jeweiligen Status quo bekommt“, betont Josef Kaiser abschließend.


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