15.12.2017, 14:24 Uhr

Lkw ausgebremst Tempo 30 kommt im Nadelöhr Neuburg!

Dauerzustand zwischen Neuburg und Dommelstadl: Ununterbrochen donnern Lkw durch das Nadelöhr. (Foto: Tatjana Kerlin)Dauerzustand zwischen Neuburg und Dommelstadl: Ununterbrochen donnern Lkw durch das Nadelöhr. (Foto: Tatjana Kerlin)

Landrat machte Druck – Regierung gab endlich nach

NEUBURG AM INN Jetzt ist es Fakt: Solange die Grenzkontrollen innerhalb des Bundesgebietes stattfinden und dadurch erheblicher Kontroll-Ausweichverkehr auftritt, gilt in Neuburg am Inn auf Höhe der Engstelle Tempo 30. In Dommelstadl erfolgt auf Höhe der Schule während der Schultage eine Reduzierung auf maximal erlaubte 30 km/h. Nach entsprechendem Druck durch Landrat Franz Meyer hat die Regierung von Niederbayern endlich nachgegeben.

Wie bekommen die Dommelstadler und Neuburger die Verkehrslawine in den Griff? Nicht nur, dass die Bundesstraße 12 ein beliebter Lkw-Maut-Umgehungsschleichweg ist, seit den Grenzkontrollen ist der Zustand unerträglich geworden: In Massen brettern die schweren Laster donnernd durch die Nadelöhre Neuburg und Dommelstadl, um dem Stau an der Kontrollstelle zu entgehen. Die Bürger sind sauer, weil hier auf ihrem Rücken unverständliche Grenzpolitik betrieben wird. Sie stöhnen unter der Verkehrslast, unter dem Gestank – und sie haben Angst um ihre Kinder!

Um die Laster auszubremsen, wollte Bürgermeister Wolfgang Lindmeier und sein Gemeinderat Verkehrszeichen mit Tempo 30 an den Gefahrenstellen aufstellen. Die dafür geforderten Tempo 30-Zonen hatten von Anfang die volle Unterstützung von Landrat Franz Meyer.

Aber so einfach geht das nicht. Denn auf der Bundesstraße hat das Staatliche Straßenbauamt das Sagen – und das legte sich quer und auch die Regierung von Niederbayern hatte ihr Veto eingelegt.

Das wollte der Landrat aber nicht hinnehmen. Anwohner, Gemeinde und Landkreis waren sich hier völlig einig – „das muss etwas gelten“, so Franz Meyer. Nun brachte der von ihm initiierte Gesprächstermin mit Staatlichem Bauamt, Polizeipräsidium und Regierung von Niederbayern vor wenigen Tagen die Wende.

Die Situation an der Engstelle und vor der Schule war dazu nochmals eingehend bewertet worden. Ob vor Dommelstadl jetzt auch noch Tempo 70 angeordnet werden kann, soll in den nächsten Wochen nach einer Verkehrsschau entschieden werden.


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